Eutelsat Aktie: 340 OneWeb-Satelliten von Airbus

Eutelsat treibt den teuren Wandel vom TV-Satelliten zum Internetanbieter voran. Ein Großauftrag an Airbus und eine Milliarden-Umschuldung prägen die Strategie.

Auf einen Blick:
  • Kurssprung von 14 Prozent in einer Woche
  • Milliarden-Umschuldung für den Konzernumbau
  • OneWeb-Konnektivität wächst um 65 Prozent
  • Airbus baut 340 neue Satelliten

Starke Kursschwankungen prägen das Bild bei Eutelsat. Innerhalb von nur sieben Tagen schoss das Papier um rund 14 Prozent nach oben. Dem voran ging ein tiefer Absturz im Juni. Dahinter steckt der teure Umbau vom klassischen Satelliten-TV hin zum rasant wachsenden Internet aus dem All.

Der Mittwochsschlusskurs von 2,51 Euro markiert eine Atempause. Im Mai erreichte der Wert noch ein Jahreshoch von 4,62 Euro. Ausgelöst wurde die damalige Rallye durch Markt-Fantasien rund um einen möglichen SpaceX-Börsengang. Die Begeisterung verflog schnell. Die Folge: ein heftiger Abverkauf. Seit Jahresbeginn behauptet die Aktie dennoch ein Plus von gut 40 Prozent.

Frisches Geld für den Wandel

Eutelsat stemmt die Transformation mit einem massiven Umbau der Bilanz. Eine Umschuldung über fünf Milliarden Euro sichert die nötige finanzielle Flexibilität. Der Konzern muss den stetigen Rückgang im angestammten Videogeschäft auffangen. Hier fielen die Erlöse zuletzt um über 13 Prozent.

Die Rettung liegt im Low-Earth-Orbit. Das Satelliten-Netzwerk OneWeb liefert die erhofften Wachstumsraten. Die Konnektivitäts-Sparte verzeichnete ein Umsatzplus von 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das Auftragsbuch füllt sich kontinuierlich.

Der Bestand lag Ende März bei 3,4 Milliarden Euro. Das entspricht gesicherten Umsätzen für knapp drei Jahre. Konnektivität macht davon mittlerweile 58 Prozent aus.

Großauftrag an Airbus

Parallel dazu treibt Eutelsat den Ausbau im All voran. Airbus Defence and Space erhielt den Zuschlag für 340 weitere OneWeb-Satelliten. Zusammen mit einer früheren Bestellung wächst die nächste Generation damit auf 440 Stück an.

Die Produktion erfolgt auf einer neu installierten Fertigungslinie in Toulouse. Ab Ende 2026 liefert Airbus die neuen Flugkörper aus. Sie sollen die alternde erste Generation im Orbit nahtlos ersetzen.

Das Geschäftsjahr endete regulär am 30. Juni. Der kommende Jahresbericht liefert nun die harte Abrechnung für den Konzern. Das Management peilt einen Verschuldungsgrad von etwa 2,7 an. Dies betrifft das Verhältnis von Nettoschulden zu bereinigtem EBITDA. Verfehlt Eutelsat diese wichtige Zielmarke, rechnen Marktbeobachter mit erneuten Kursturbulenzen.

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