Ein geplanter Zusammenschluss im Wert von rund 835 Millionen US-Dollar zwingt European Lithium in eine Handelspause. An der australischen Börse ASX ruhen die Papiere des Bergbauunternehmens. Das Management bereitet die Veröffentlichung eines bindenden Fusionsvertrags mit der an der Nasdaq gelisteten Critical Metals Corp vor.
Aktientausch und Bewertungsabschlag
Die Transaktion ist als reiner Aktientausch strukturiert. Aktionäre von European Lithium sollen für jedes eigene Papier 0,035 Anteile von Critical Metals erhalten. Bis zum Handelsstopp notierte die Aktie bei 0,415 Australischen Dollar (AUD). Das liegt deutlich unter der im April skizzierten impliziten Bewertung von 0,58 AUD je Aktie. Der Markt preist hier offenbar eine gewisse Skepsis ein.
Personelle Verflechtungen sorgen für zusätzliche Komplexität. Tony Sage fungiert sowohl als Vorstandschef von Critical Metals als auch als Executive Chairman von European Lithium. Ein unabhängiges Komitee prüft den Deal nun im Auftrag der Minderheitsaktionäre. Parallel dazu hat die australische Börsenaufsicht eine formelle Untersuchung eingeleitet. Es geht um mögliche Verstöße gegen die fortlaufenden Publizitätspflichten.
Zumindest die finanzielle Hürde der Fusion ist genommen. European Lithium verkaufte kürzlich ein Aktienpaket an Critical Metals und nahm damit 45 Millionen AUD ein. Die Barreserven stiegen auf rund 356 Millionen AUD. Damit übertrifft das Unternehmen die im Fusionsvertrag geforderte Mindestschwelle komfortabel.
Operative Hürden in Europa
Abseits der Fusionspläne kämpft das Unternehmen mit operativen Rückschlägen. In Österreich kippte das Bundesverwaltungsgericht eine zentrale Umweltgenehmigung für das dortige Lithiumprojekt. Eine finale Investitionsentscheidung verzögert sich dadurch bis mindestens Ende 2026. Der Abnahmevertrag mit dem Autobauer BMW bleibt von der strengeren Einzelprüfung unberührt.
Besser läuft es in Grönland. Die Pilotanlage des Tanbreez-Projekts für Seltene Erden ist fertiggestellt. Metallurgische Tests steigerten den Konzentratgehalt auf knapp drei Prozent. Die Lagerstätte enthält schwere Seltene Erden wie Terbium, die für Elektromotoren essenziell sind. Die US-Export-Import-Bank signalisierte bereits Interesse an einer Projektfinanzierung im dreistelligen Millionenbereich.
Ein laufendes Rückkaufprogramm für bis zu zehn Prozent des Kapitals soll den Kurs stützen. Das Management hält die eigenen Assets für unterbewertet. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Details des Fusionsvertrags, der noch am heutigen Mittwoch vorliegen soll. Stimmen die Konditionen, rückt der geplante Abschluss der Transaktion im zweiten Halbjahr 2026 näher.
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