Mit einem Kursplus von 3,1 Prozent ging das Papier von European Lithium gestern aus dem Handel und notierte bei 0,2140 Euro. Treibende Kraft hinter dieser Aufwärtsbewegung ist das geplante Fusionsverfahren mit Critical Metals Corp. Nach den jüngsten rechtlichen Schritten steuert die Übernahme auf die entscheidende Abstimmung der Anteilseigner zu.
Fortschritte bei der Übernahme durch Critical Metals
Am vergangenen Dienstag ergingen die gerichtlichen Anordnungen zur Durchführung des Übernahmeverfahrens. Critical Metals plant den vollständigen Erwerb sämtlicher Aktien von European Lithium sowie der börsennotierten Optionen mit dem Börsenkürzel EUROC.
Die Umsetzung erfolgt über gerichtlich genehmigte Vereinbarungen nach australischem Recht. Die Genehmigung der Dokumente ebnet den Weg zur Einberufung der Versammlungen, bei denen die Aktionäre über den Zusammenschluss abstimmen.
Angepasste Konditionen für Aktionäre
Vor rund einem Monat passten die beiden Unternehmen die Bedingungen des Fusionsvertrags an. Dabei ersetzten die Partner das ursprünglich feste Umtauschverhältnis von 0,035 durch einen flexiblen Mechanismus.
Zum Ankündigungszeitpunkt ergab sich daraus eine Quote von 0,045 Anteilen, basierend auf dem Durchschnittskurs der Critical-Metals-Aktie unter der Schwelle von 8,00 US-Dollar. Vereinbarte Bandbreiten sollen beide Seiten vor kurzfristigen Kursschwankungen bis zum Vollzug der Transaktion schützen.
Genehmigungslage beim Kernprojekt Wolfsberg
Strategischer Dreh- und Angelpunkt der Übernahme ist das Lithiumprojekt Wolfsberg in Österreich. Für das Vorhaben gab es in der Vergangenheit regulatorische Herausforderungen. Am 25. November 2025 hob das österreichische Bundesverwaltungsgericht die Freistellung von einer Umweltverträglichkeitsprüfung auf.
Das Gericht stufte die angewendete Flächengrenze als unvereinbar mit dem europäischen Recht ein. Critical Metals betonte seinerzeit, das Urteil habe keine Auswirkungen auf den anvisierten Zeitplan für den Minenstart.
Rückenwind erhielt das Vorhaben am 2. Februar 2026 durch die österreichische Regierung. Die Behörden verlängerten die Bergbaulizenz für das Wolfsberg-Projekt um zwei Jahre. Zudem besteht mit dem saudi-arabischen Partner Obeikan eine Grundsatzvereinbarung, um bis Ende 2026 über den Beginn des Abbaus zu entscheiden.
Die fortschreitende Konsolidierung mit Critical Metals verschafft dem Projekt eine breitere Basis für die künftige Finanzierung. Anleger honorieren die Fortschritte auf dem Weg zur Abstimmung. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursgewinn der Aktie auf 136 Prozent.
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