European Lithium steht vor einem Kontrollwechsel. Critical Metals will den australischen Lithium-Entwickler per Aktientausch übernehmen. Der Deal bewertet European Lithium mit rund 835 Millionen Dollar. Für Aktionäre geht es damit nicht um Bargeld, sondern um den Wechsel in eine größere Nasdaq-notierte Rohstoffplattform.
Der Deal im Kern
European Lithium und Critical Metals haben am 18. Mai 2026 eine verbindliche Vereinbarung unterzeichnet. European-Lithium-Aktionäre sollen je Aktie 0,035 neue Critical-Metals-Aktien erhalten.
Nach Abschluss würden die bisherigen European-Lithium-Aktionäre rund 45 Prozent am kombinierten Unternehmen halten. Der letzte gemeldete Schlusskurs der European-Lithium-Aktie lag bei 0,405 australischen Dollar.
Auch Inhaber börsennotierter Optionen sollen Critical-Metals-Aktien erhalten. Das Umtauschverhältnis hängt vom Ausübungspreis der Optionen und vom volumengewichteten Durchschnittskurs der Critical-Metals-Aktie vor dem Stichtag ab.
Besonders sind die nicht börsennotierten Optionen mit Ausübungspreis null. Diese greifen, wenn der volumengewichtete Durchschnittskurs von European Lithium bestimmte Schwellen über 20 Handelstage hält. Sie sollen gestrichen und ebenfalls in neue Critical-Metals-Aktien getauscht werden.
Tanbreez rückt ins Zentrum
Der wichtigste strategische Hebel liegt nicht nur im Lithium. Critical Metals bündelt mit dem Deal auch die Kontrolle über das Tanbreez-Projekt für Seltene Erden.
Durch die Übertragung des letzten 50,5-Prozent-Anteils steigt die Beteiligung von Critical Metals an Tanbreez auf 92,5 Prozent. Das Projekt zählt zu den großen Vorkommen für Seltene Erden. Genau das macht den Zusammenschluss für den Markt interessant.
Lithium bleibt wichtig für Batterien. Seltene Erden sind dagegen zentral für Magneten, Elektromotoren und zahlreiche Industrieanwendungen. Critical Metals baut damit ein breiteres Profil im Bereich kritischer Rohstoffe auf.
Zeitplan und Abstimmung
Die Transaktion läuft über zwei miteinander verknüpfte australische Scheme-of-Arrangement-Verfahren. Der Abschluss ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen.
Die Versammlung der European-Lithium-Aktionäre soll im dritten Quartal stattfinden. Critical-Metals-Aktionäre müssen über die Übernahme nicht abstimmen. Die neuen Aktien sollen über eine Ausnahme von der Registrierungspflicht nach US-Wertpapierrecht ausgegeben werden.
Für European Lithium ist der Deal damit ein klarer Schritt weg von der eigenständigen Story. Der nächste konkrete Termin ist die Aktionärsversammlung im dritten Quartal. Dort entscheidet sich, ob der geplante Aktientausch den Weg zur kombinierten Rohstoffgesellschaft freimacht.
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