European Lithium Aktie: ASX-Ausnahmegenehmigung für Fusion

European Lithium erhält ASX-Ausnahmegenehmigung für Übernahme durch Critical Metals Corp. Der Zusammenschluss im Wert von 835 Mio. US-Dollar soll in H2 2026 abgeschlossen werden.

Auf einen Blick:
  • ASX-Genehmigung für Fusionsplan erhalten
  • Transaktionswert: 835 Millionen US-Dollar
  • Fusion bis Ende 2026 geplant
  • Aktie seit Jahresbeginn verdoppelt

European Lithium hat den nächsten formalen Schritt auf dem Weg zur Übernahme durch den Nasdaq-notierten Rohstoffkonzern Critical Metals Corp genommen.

Das Unternehmen sicherte sich eine Ausnahmegenehmigung der australischen Börse ASX, mit der sich die Umsetzung des bindenden Scheme Implementation Deed vereinfachen lässt. Die Fusion soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Zustimmung von Aktionären und Gerichten.

Umtauschverhältnis und Bewertung

Die Konditionen des Deals stehen bereits fest: Aktionäre von European Lithium erhalten je gehaltener Aktie 0,035 Aktien von Critical Metals Corp. Auf dieser Basis beziffert das Unternehmen den Transaktionswert auf rund 835 Millionen US-Dollar. Mit dem Vollzug der Fusion ist ein Delisting von European Lithium von der ASX vorgesehen.

Ergänzend meldete das Unternehmen am Dienstag vergangener Woche eine „Becoming a substantial holder“-Notiz an die ASX, die auf eine Verschiebung in der institutionellen Aktionärsstruktur hindeutet – Details zur neuen Beteiligung nannte das Unternehmen dabei nicht.

Solide Kassenlage und wachsende Beteiligung

Die finanzielle Ausgangslage vor dem Zusammenschluss präsentiert sich robust. Im Quartalsbericht zum 30. Juni wies European Lithium einen Kassenbestand von 296,3 Millionen australischen Dollar aus. Hinzu kommt ein Aktienpaket von 45.536.338 Anteilen an Critical Metals Corp, das die enge Verzahnung beider Unternehmen bereits vor dem formalen Abschluss der Fusion unterstreicht.

Parallel hält European Lithium weiterhin eine direkte Minderheitsbeteiligung von 7,5 Prozent am Tanbreez-Seltenerdprojekt in Grönland – zusätzlich zu seiner Beteiligung an Critical Metals Corp, das dort als Betreiber auftritt.

Für Bewegung sorgte zudem die Ankündigung eines mit 30 Millionen US-Dollar dotierten „Project Acceleration Plan“ durch Critical Metals Corp, mit dem Bohrarbeiten und Pilotanlagen-Probenahmen am Wolfsberg-Lithiumprojekt vorangetrieben werden sollen. Das Projekt bleibt damit trotz der bevorstehenden Fusion ein operativer Ankerpunkt für die Lithium-Sparte der Gruppe.

Kursverlauf spiegelt Übernahmefantasie

An der Börse hat die Aussicht auf den Zusammenschluss deutliche Spuren hinterlassen. Die Aktie schloss am Montag bei 0,1900 Euro, nach einem Minus von 0,84 Prozent auf Tagessicht.

Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 109,71 Prozent zu Buche, auf Sicht von zwölf Monaten sogar ein Zuwachs von 272,55 Prozent. Das zeigt, wie stark die Fusionsfantasie und die Entwicklung rund um das Tanbreez-Projekt den Titel in den vergangenen Monaten getrieben haben.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 0,3055 Euro, erreicht Anfang Juni, ist die Aktie inzwischen um 37,81 Prozent entfernt – ein Hinweis darauf, dass die Rally zuletzt an Schwung verloren hat und sich der Kurs in einer Konsolidierungsphase befindet. Gleichzeitig notiert das Papier weiterhin 14,60 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt, was auf einen intakten mittelfristigen Aufwärtstrend hindeutet.

Für Anleger bleibt der Blick auf die kommenden Monate entscheidend: Mit dem für die zweite Jahreshälfte anvisierten Abschluss der Fusion und dem anschließenden Delisting von der ASX steht European Lithium vor der finalen Etappe seiner Transformation vom Lithium-Explorer zum Mitgesellschafter eines diversifizierten Rohstoffkonzerns mit Fokus auf kritische Metalle.

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