Die Übernahme von European Lithium durch Critical Metals Corp rückt näher an ihre entscheidende Phase. Nach der Einreichung der Fusionserklärung bei der australischen Aufsichtsbehörde ASIC vor gut einer Woche zeichnet sich nun ein konkreter Zeitplan für den Rest des Jahres ab.
Zeitplan bis zur Umsetzung steht
Laut Unternehmensangaben von Critical Metals Corp sollen die Versammlungen der European-Lithium-Aktionäre und Optionsinhaber, in denen über den Zusammenschluss abgestimmt wird, voraussichtlich Mitte Oktober 2026 stattfinden – vorbehaltlich der gerichtlichen Anordnungen im Vorfeld.
Die Umsetzung der Transaktion wird derzeit für Anfang November 2026 angepeilt. Damit rückt der gesamte Fusionsprozess in seine finale Phase, nachdem bereits der erste Gerichtstermin für den 15. September vor dem Supreme Court of Western Australia terminiert wurde.
Für Anleger bedeutet dieser Fahrplan Planungssicherheit: Zwischen dem gerichtlichen Startschuss und dem Vollzug der Übernahme liegen nach aktuellem Stand rund sieben Wochen. In diesem Zeitraum müssen sowohl die Aktionäre beider Unternehmen zustimmen als auch die formalen gerichtlichen Bestätigungen erfolgen.
Eigentümerstruktur nach Vollzug bereits definiert
Bereits im Juli hatte Critical Metals Corp mitgeteilt, dass die bestehenden European-Lithium-Aktionäre nach Abschluss der Transaktion voraussichtlich rund 41 Prozent der ausstehenden Stammaktien des fusionierten Unternehmens halten werden.
Diese Zahl ergibt sich aus der im Rahmen der Nachbesserung der Fusionsvereinbarung festgelegten Struktur, in der auch eine Verkaufsfazilität für Aktionäre und Optionsinhaber mit geringem Bestand von bis zu 50.000 Wertpapieren eingeführt wurde. Die zuvor vorgesehene Struktur über sogenannte CHESS Depositary Interests wurde im Zuge dieser Anpassung gestrichen.
Medienberichten zufolge bewegt sich Critical Metals Corp an der Börse zuletzt auf einen zweiten Wochengewinn in Folge zu, nachdem die Einreichung der Fusionserklärung den Termin vor Gericht am 15. September bestätigt hat. Die gesamte Transaktion wird dabei auf einen Wert von rund 835 Millionen US-Dollar taxiert und als reiner Aktientausch strukturiert.
Kursreaktion am deutschen Markt
Am deutschen Markt schloss die Aktie von European Lithium gestern bei 0,2265 Euro und damit 2,3 Prozent höher als am Vortag. Über die vergangenen 30 Handelstage hat sich der Kurs um 23 Prozent verteuert – ein Zeichen dafür, dass der Markt die fortschreitende Konkretisierung des Fusionsprozesses positiv aufnimmt. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 0,3055 Euro, erreicht Anfang Juni, fehlen der Aktie derzeit noch 26 Prozent.
Was Anleger im Blick behalten sollten
Der weitere Verlauf der Übernahme hängt nun maßgeblich von zwei Terminen ab: dem Gerichtstermin am 15. September, der den Rahmen für die anschließenden Aktionärsversammlungen absteckt, und den für Mitte Oktober erwarteten Abstimmungen selbst.
Erst nach deren erfolgreichem Abschluss und einer weiteren gerichtlichen Bestätigung kann die für Anfang November angepeilte Umsetzung erfolgen. Bis dahin bleibt die Aktie von European Lithium eng an den Fortschritt des Fusionsprozesses und dessen wahrgenommene Zuverlässigkeit gekoppelt.
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