European Lithium verlor am Dienstag rund 6,5 Prozent auf 0,261 Euro — das zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachrichtenlage eigentlich positiv klingt. Übernahmeangebot, neue Rohstoffpläne, bullische Commodity-Prognosen: Warum reagiert der Kurs trotzdem mit einem Minus?
Das Übernahmeangebot von Critical Metals Corp
Critical Metals Corp (CRML) hat offiziell ein Übernahmeangebot für European Lithium vorgelegt. Aktionäre sollen für je eine European-Lithium-Aktie 0,035 CRML-Aktien erhalten. Auf Basis der Marktpreise von Ende April 2026 beläuft sich der Gesamtwert der Transaktion auf rund 835 Millionen US-Dollar.
Kompliziert wird die Sache durch die bestehende Beteiligungsstruktur: European Lithium hält bereits 34 Prozent an Critical Metals Corp — rund 45,5 Millionen Aktien, die bei Abschluss des Zusammenschlusses eingezogen werden sollen. Der Vollzug ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.
Hafnium aus Grönland als neues Standbein
Parallel zur Übernahme hat Critical Metals Corp heute eine Produktionsstrategie für das Tanbreez-Projekt in Grönland vorgestellt, an dem European Lithium mit 7,5 Prozent beteiligt ist. Ab 2030 sollen dort jährlich 120 bis 150 Tonnen Hafnium produziert werden, bei einem Jahresausstoß von mindestens 130.000 Tonnen Konzentrat.
Hochreines Hafnium erzielt derzeit Preise zwischen 13 und 15 Millionen US-Dollar pro Tonne — ein Markt, der laut Projektplänen bis 2030 um rund 70 Prozent wachsen soll, getrieben von Luft- und Raumfahrt sowie der Halbleiterindustrie.
Lithiumpreis: Rückenwind aus Peking
Auf der Rohstoffseite kommt Unterstützung aus China. CITIC Securities Research prognostiziert, dass der Lithiumkarbonatpreis innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate auf 250.000 CNY pro Tonne steigen wird. Als Treiber nennen die Analysten Angebotsengpässe an wichtigen Minen sowie nachlassendes Exportwachstum aus Südamerika.
European Lithium verfügt mit einer Kassenposition von rund 219 Millionen US-Dollar (Stand: 31. März 2026) über ausreichend Puffer, um die laufenden Genehmigungs- und Fusionsprozesse zu finanzieren. Die Marktkapitalisierung liegt bei knapp 448 Millionen Euro.
Das Wolfsberg-Projekt in Österreich bleibt dabei das strategische Kernstück — als eines der wenigen vollständig in europäischer Hand befindlichen Lithiumvorkommen. Ob der Zusammenschluss mit Critical Metals Corp die erhoffte Neubewertung bringt, entscheidet sich mit dem Closing im zweiten Halbjahr 2026.
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