European Lithium rückt näher an Critical Metals Corp heran. Die beiden Unternehmen haben eine verbindliche Vereinbarung zur Umsetzung der geplanten Transaktion unterzeichnet. Im Kern geht es um Kontrolle: Das Tanbreez-Projekt in Grönland soll vollständig unter dem Dach einer Nasdaq-notierten Gesellschaft gebündelt werden.
Der Schritt vereinfacht eine bislang verschachtelte Beteiligungsstruktur. Für den Markt zählt vor allem, ob aus Lithium in Österreich und Seltenen Erden in Grönland ein schlagkräftiger westlicher Anbieter kritischer Rohstoffe entstehen kann.
Tanbreez soll vollständig gebündelt werden
Critical Metals hält bereits 92,5 Prozent an Tanbreez, European Lithium besitzt direkt weitere 7,5 Prozent. Nach Abschluss der geplanten Transaktion läge das Projekt vollständig bei der erweiterten Critical Metals Corp.
Tanbreez gilt als eines der größten bekannten Vorkommen für Seltene Erden weltweit. Strategisch passt das in eine Zeit, in der westliche Lieferketten für kritische Mineralien politisch und industriell an Bedeutung gewinnen. Die geplante Struktur verbindet das Grönland-Projekt mit dem Wolfsberg-Lithiumprojekt in Österreich.
Die Transaktion soll über zwei sogenannte Schemes of Arrangement laufen. Critical Metals würde dabei alle ausgegebenen Aktien und Optionen von European Lithium übernehmen. Parallel dazu entfiele die bestehende Überkreuzbeteiligung, bei der European Lithium bislang rund 31 Prozent an Critical Metals hält.
Kasse wird zur zentralen Bedingung
Neben regulatorischen und gerichtlichen Freigaben hängt der Vollzug auch an einer klaren Finanzvorgabe. European Lithium muss eine Mindestposition an Nettoliquidität und liquiden Vermögenswerten von 330 Millionen australischen Dollar vorweisen.
Ende März meldete das Unternehmen rund 306 Millionen australische Dollar an Barmitteln. Hinzu kamen marktgängige Wertpapiere im Wert von 18 Millionen US-Dollar. Die erweiterte Gesellschaft soll nach der Zusammenführung über etwa 343 Millionen US-Dollar an Cash verfügen.
Das ist mehr als ein technisches Detail. Großprojekte im Rohstoffsektor brauchen lange Vorlaufzeiten, Genehmigungen und erhebliche Entwicklungsausgaben. Eine starke Bilanz kann den Abstand zwischen Projektwert auf dem Papier und realer Umsetzung verkürzen.
Aktie reagiert schwach
Die Börse nahm die Nachricht zunächst zurückhaltend auf. Die Aktie von Critical Metals fiel an der Nasdaq um 7,60 Prozent und schloss am 18. Mai bei 10,33 US-Dollar.
Auch technisch wirkt das Bild nicht eindeutig. Der Kurs lag zuletzt spürbar unter dem kurzfristigen Durchschnitt, während der Relative-Stärke-Indikator neutral blieb. Das spricht eher für Abwarten als für klare Euphorie.
European-Lithium-Aktionäre sollen nach Abschluss der Transaktion rund 41 Prozent an der erweiterten Critical Metals Corp halten. Das unabhängige Board-Komitee von European Lithium empfiehlt eine Zustimmung, vorbehaltlich des Berichts eines unabhängigen Experten.
Der nächste konkrete Schritt ist das Scheme Booklet, das für Juli oder August vorgesehen ist. Die Aktionärsversammlungen sollen im späten dritten Quartal stattfinden; bei Zustimmung sowie allen nötigen Freigaben ist der Abschluss in der zweiten Jahreshälfte geplant.
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