European Lithium hat die zentrale finanzielle Hürde für die geplante Fusion mit Critical Metals aus dem Weg geräumt. Die Kasse ist gefüllt, die Liquiditätsvorgabe erfüllt. Dennoch reagierte der Markt am 12. Mai mit einem Kursabschlag von 6,5 Prozent. Anleger blicken skeptisch auf das, was weiterhin fehlt: eine verbindliche Unterschrift.
Um die Fusionsbedingungen zu erfüllen, benötigte das Unternehmen eine Nettoliquidität von mindestens 330 Millionen Australischen Dollar (AUD). Ende März klaffte hier noch eine Lücke im zweistelligen Millionenbereich. Das Management löste das Problem nun durch den Verkauf eines Aktienpakets an Critical Metals. Der Deal spülte 45 Millionen AUD in die Kasse und hievte die Bilanz über die geforderte Schwelle.
Verzögerungen beim Vertragswerk
Der rechtliche Rahmen für den rund 835 Millionen US-Dollar schweren Zusammenschluss lässt weiter auf sich warten. Ein verbindlicher Fusionsvertrag ist noch nicht unterzeichnet. Beide Parteien verlängerten die Exklusivitätsfrist aus administrativen Gründen, während die kommerziellen Bedingungen unverändert bleiben. Geplant ist die Unterzeichnung nun für Mitte 2026.
Die personelle Verflechtung sorgt für zusätzliche Komplexität. Tony Sage agiert in einer Doppelrolle als CEO von Critical Metals und Executive Chairman von European Lithium. Ein unabhängiger Ausschuss prüft die Transaktion daher im Interesse der Minderheitsaktionäre. Obendrein forderte die australische Börsenaufsicht ASX eine Stellungnahme an, nachdem Medienberichte der offiziellen Meldung vorausgeeilt waren.
Gemischte Signale aus dem operativen Geschäft
Abseits der Fusionspläne entwickelt sich das operative Geschäft unterschiedlich. Auf dem Tanbreez-Projekt für Seltene Erden in Grönland ist die Pilotanlage fertiggestellt. Metallurgische Tests steigerten den Gehalt des Konzentrats um 40 Prozent auf 2,96 Prozent. Für Juni steht eine umfangreiche Probennahme an, sobald die lokale Betriebsgenehmigung vorliegt.
Ein herber Rückschlag traf das Unternehmen in Österreich. Das Bundesverwaltungsgericht kippte eine wichtige Umweltgenehmigung für das Wolfsberg-Lithiumprojekt in Kärnten. Die Behörden müssen das Vorhaben nun nach strengeren Kriterien neu bewerten. Die finale Investitionsentscheidung verschiebt sich dadurch auf mindestens Ende 2026. Der Abnahmevertrag mit BMW bleibt von dem Gerichtsurteil unberührt.
Der Zeitplan für die kommenden Monate ist eng getaktet. Im dritten Quartal 2026 sollen die Aktionäre über den Zusammenschluss abstimmen, der Abschluss ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen. Bis dahin muss das Management die rechtlich bindenden Fusionsverträge unterzeichnen und die ausstehenden Genehmigungen in Grönland sichern. Rückenwind liefert der Rohstoffmarkt: Der Preis für batteriefähiges Lithiumcarbonat kletterte im ersten Quartal auf über 26.000 US-Dollar pro Tonne.
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