Während die geplante Übernahme durch Critical Metals noch auf Aktionärszustimmung wartet, liefert das Tanbreez-Projekt in Grönland frische operative Signale. Das Update vom 2. Juni 2026 zeigt: Hinter der Transaktionsstruktur steckt mehr als reine Deal-Spekulation.
Bauarbeiten und Bohrungen schreiten voran
Critical Metals meldet konkrete Fortschritte auf der Baustelle. Fundamente für die Pilotanlagen-Zentrale sind gegossen, Infrastrukturflächen werden erschlossen. Nahe dem kürzlich fertiggestellten Qaqortoq International Airport baut das Unternehmen Camp-Einrichtungen aus — Mess Hall, Büroflächen, Kapazitäten für wachsendes Personal.
Zusätzliche Bohrgeräte sind montiert und für den Feldeinsatz bereit. In den kommenden Wochen sollen sie für erweiterte Bohrprogramme und Arbeiten zur Ressourcen- und Minenplanung eingesetzt werden. Das sind keine abstrakten Ankündigungen, sondern messbare Schritte bei einem der wenigen westlichen Projekte für schwere Seltene Erden.
Was Tanbreez mit European Lithium verbindet
Die Verbindung ist klar: European Lithium hält 7,5 Prozent am Tanbreez-Projekt. Nach Abschluss der Übernahme will Critical Metals 100 Prozent konsolidieren. Das macht Tanbreez zum Kern des Deal-Rationale — nicht zur Randnotiz.
Die Transaktionsbedingungen sind bereits fixiert. Unter einem Scheme of Arrangement sollen alle ausgegebenen European-Lithium-Aktien gegen 0,035 Critical-Metals-Aktien je Anteilsschein getauscht werden. European Lithium hält außerdem rund 31 Prozent der ausstehenden Critical-Metals-Aktien und verfügte per 31. März 2026 über rund 306 Millionen australische Dollar Cash.
Kurs hängt am Aktientausch
Am 2. Juni schloss European Lithium bei 0,485 australischen Dollar — ein Plus von rund 2 Prozent, Marktkapitalisierung knapp über 800 Millionen australische Dollar. Die Gegenleistung erfolgt nicht in bar, sondern in Aktien. Damit hängt der implizite Wert des Angebots direkt am Critical-Metals-Kurs, der zuletzt bei 12,01 US-Dollar notierte.
Die Übernahme ist noch nicht abgeschlossen. Critical Metals nennt mehrere Bedingungen: Aktionärszustimmung, ein Netto-Cash-Bestand von mindestens 330 Millionen australischen Dollar bei European Lithium, regulatorische und gerichtliche Genehmigungen sowie das Ausbleiben wesentlicher negativer Veränderungen. Die Aktionärsversammlung ist für das dritte Quartal 2026 geplant, der Abschluss für die zweite Jahreshälfte.
Bis dahin liefern Bohrergebnisse und Feldberichte aus Grönland die nächsten konkreten Datenpunkte — und damit den nächsten Bewertungsanker für die Aktie.
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