EU-Verleger erhöhen den Druck auf Google

Der Druck aus Europa auf Google nimmt zu. Mehrere Medienhäuser und Tech-Unternehmen verlangen von der EU eine schnelle Entscheidung im Wettbewerbskonflikt.

Auf einen Blick:
  • Offener Brief an EU-Kommission zum Digital Markets Act
  • Vorwurf der Benachteiligung konkurrierender Plattformen
  • Mögliche Milliardenstrafe für Mutterkonzern Alphabet
  • Regulatorischer Druck als Dauerbaustelle für Tech-Konzerne

Ein Bündnis aus Verlagen, Technologieunternehmen und Start-ups hat sich mit einem offenen Brief an die EU-Kommission gewandt. Darin fordern die Unterzeichner, das Verfahren gegen Google im Rahmen des Digital Markets Act (DMA) rasch abzuschließen. Aus ihrer Sicht nutzt der Konzern seine dominante Position bei der Suche weiterhin, um eigene Dienste zu bevorzugen.

Alphabet Aktie Chart

Konkret geht es um die Präsentation von Diensten in den Suchergebnissen. Nach Ansicht der Unternehmen erscheinen Google-Angebote häufig an besonders prominenter Stelle, während konkurrierende Plattformen weiter nach unten rutschen. Gerade kleinere Anbieter verlieren dadurch Sichtbarkeit und Reichweite.

Droht Alphabet eine neue Milliardenstrafe?

Kommt die EU-Kommission zu einem entsprechenden Ergebnis, könnte Googles Mutterkonzern Alphabet eine empfindliche Strafe drohen. Zusätzlich wären Änderungen an der Darstellung von Suchergebnissen möglich. Solche Eingriffe würden direkt in das zentrale Werbegeschäft des Konzerns eingreifen. Europa zählt zu den wichtigsten Märkten außerhalb der USA.

Regulierung bleibt Dauerbaustelle

Mit dem Digital Markets Act versucht die EU, die Marktmacht großer Plattformen einzudämmen. Für Alphabet bedeutet das eine wachsende Zahl regulatorischer Verfahren auf dem Kontinent.

An der Börse reagierten die Alphabet-Aktien zuletzt nur leicht und notierten am Montag moderat im Plus. Der Konflikt zeigt jedoch, wie stark politische Entscheidungen inzwischen das Umfeld der großen Tech-Konzerne prägen.

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