Der Ethereum-Kurs hat in den vergangenen Wochen deutlich Fahrt aufgenommen. Nach einem lokalen Tief von rund 1.940 Dollar Ende März kletterte ETH um mehr als 20 Prozent und überwand dabei seinen sogenannten Realized Price – also den durchschnittlichen Einstandskurs aller Halter –, der aktuell bei etwa 2.320 Dollar liegt. Das bedeutet: Der typische Ethereum-Investor schreibt wieder schwarze Zahlen. Historisch gesehen war das oft der Startschuss für deutlich stärkere Kursgewinne.
BitMine kauft sich zur Nummer eins
Besonders auffällig ist das Vorgehen von BitMine Immersion Technologies. Das börsennotierte Unternehmen erwarb allein in der vergangenen Woche rund 101.745 ETH für knapp 238 Millionen Dollar und stockte damit seine Gesamtbestände auf über 5,18 Millionen ETH auf, das entspricht etwa 4,29 Prozent des gesamten umlaufenden Angebots. Damit ist BitMine der weltweit größte institutionelle Ethereum-Halter.
Rund 84 Prozent der gehaltenen Token werden über die hauseigene Validator-Plattform MAVAN gestakt, was dem Unternehmen annualisierte Staking-Erträge von rund 297 Millionen Dollar einbringt. BitMine-Chairman Tom Lee sieht in der aktuellen Marktphase den Beginn eines neuen Krypto-Frühlings. Als strukturelle Nachfragetreiber nennt er die wachsende Tokenisierung von Vermögenswerten auf der Blockchain sowie den steigenden Bedarf autonomer KI-Systeme an neutralen, öffentlichen Netzwerken.
Südkorea setzt auf eigene Ethereum-Infrastruktur
Auch auf der Infrastrukturseite tut sich einiges: Südkoreas größte Kryptobörse Upbit hat gemeinsam mit der Optimism Foundation eine eigene Ethereum-basierte Blockchain namens GIWA Chain gestartet. Im Unterschied zu anderen Projekten betreibt Upbit den sogenannten Sequencer, das technische Herzstück, das Transaktionen verarbeitet und ordnet, vollständig in Eigenregie. Die Optimism Foundation fungiert dabei als technischer Sicherheitspartner im Hintergrund. Upbit zählt mehr als 13 Millionen registrierte Nutzer und gehört zu den meistgenutzten Spot-Handelsplattformen weltweit.
Ethereum Chart
Technische Analyse: Widerstandszone bei 2.800 Dollar entscheidend
Charttechnisch hat ETH ein sogenanntes Bull-Flag-Muster ausgebildet, das Analysten ein Kursziel von rund 3.018 Dollar implizieren sehen – ein Plus von gut 30 Prozent gegenüber aktuellen Niveaus. Der RSI stieg von überverkauften 36 Punkten Ende März auf inzwischen rund 56 Punkte, was auf zurückkehrendes Kaufinteresse hindeutet. Allerdings lauert bei 2.750 bis 2.850 Dollar eine massive Widerstandszone:
Dort halten rund 7,1 Millionen Token-Besitzer ihre ETH zu durchschnittlichen Einstandspreisen in diesem Bereich – und könnten bei Erreichen der Gewinnschwelle verkaufen. Ob der Kurs diese Hürde überwindet, dürfte über den weiteren Verlauf von Ethereum in den kommenden Wochen entscheiden.
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