Ethereum: CLARITY Act scheitert im Senat

Symbolbild, KI-generiert

Der Ether-Kurs gab im breiten Marktrückgang nach, liegt über sieben Tage aber 11 Prozent höher. Zugleich stehen ETF-Flüsse und das Glamsterdam-Upgrade im Fokus.

Auf einen Blick:
  • Ether verliert binnen 24 Stunden 2,9 Prozent
  • Wochenplus von 11 Prozent bleibt bestehen
  • US-Spot-Ether-ETFs mit wechselnden Kapitalflüssen
  • Glamsterdam-Testnetzstart für Oktober terminiert

Ethereum gibt heute im Sog eines breiten Rücksetzers am Kryptomarkt nach. Während die weltweite Krypto-Marktkapitalisierung binnen 24 Stunden um 2,6 Prozent auf 2,96 Billionen US-Dollar nachgab, verzeichnete die zweitgrößte Digitalwährung einen Tagesverlust von 2,9 Prozent auf 2.674,28 US-Dollar. Der Rückgang erfasste den gesamten Sektor gleichermaßen, nachdem auch Bitcoin im selben Zeitraum rund 2,6 Prozent eingebüßt hatte.

Trotz dieser kurzfristigen Abkühlung verbleibt die Notierung im übergeordneten Wochenverlauf in einer soliden Verfassung. Auf Sicht der vergangenen sieben Tage verzeichnet Ethereum einen Zuwachs von 11 Prozent.

Institutionelle Umschichtungen und Börsenabflüsse

Die jüngste Bewegung folgt auf eine Phase sprunghafter Kapitalbewegungen bei den institutionellen Anlageprodukten. Am Dienstag verbuchten die US-amerikanischen Spot-Ether-ETFs Medienberichten zufolge noch Nettozuflüsse von 270 Millionen US-Dollar. Die Nachfrage wurde dabei maßgeblich vom iShares Ethereum Trust des Vermögensverwalters BlackRock getragen.

Parallel dazu erweiterte die Gesellschaft BitMine Immersion Technologies ihre Bestände um 27.562 Einheiten der Digitalwährung. Zugleich kletterten die Token-Abzüge von der Kryptobörse Binance am Dienstag auf ein Dreijahreshoch, was auf eine Verknappung des unmittelbar verfügbaren Handelsangebots hindeutet.

Dem standen zuletzt jedoch deutliche Abgaben gegenüber. Am Sonntag hatten die Abflüsse aus den US-ETFs in vorangegangenen Handelssitzungen kumuliert noch mehr als 400 Millionen US-Dollar erreicht, getrieben von Verkäufen bei Fonds von BlackRock und Bitwise. Diese Schwankungen spiegeln die anhaltende Nervosität wider, die Mitte des Monats durch politische Entwicklungen in den USA verstärkt worden war.

Politischer Stillstand und Upgrade-Zeitplan

Am 16. September war der sogenannte CLARITY Act im US-Senat gescheitert. Der Gesetzentwurf verfehlte die erforderlichen 60 Stimmen, um die Debatte zu beenden und das Verfahren voranzubringen. Zuvor hatte die Vorlage das US-Repräsentantenhaus mit 294 zu 134 Stimmen passiert.

Medienberichten zufolge blockierten ethische Streitfragen den Fortgang im Gesetzgebungsprozess. Die Nachricht löste an den Terminmärkten erhebliche Verwerfungen aus: Innerhalb von 24 Stunden wurden Positionen im Volumen von rund 211 Millionen US-Dollar zwangsliquidiert, wovon optimistische Long-Wetten etwa 184 Millionen US-Dollar ausmachten.

Auf der technischen Ebene rückt unterdessen das nächste große Protokoll-Upgrade namens Glamsterdam näher. Für das Testnetzwerk Sepolia ist die Umstellung für den 6. Oktober terminiert. Die zuständigen Software-Teams müssen die Vorbereitungen hierfür bis zum 29. September abschließen. Ein zweiter Testlauf auf dem Netzwerk Hoodi ist für den 27. Oktober vorgesehen, bevor der Rollout auf dem Hauptnetzwerk im vierten Quartal erfolgen soll.

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