Ethereum: Arbeitsmarktbericht drückt Kurs

Symbolbild, KI-generiert

Ethereum fällt trotz ETF-Kapitalzuflüssen auf 2.453,49 USD. Starke US-Arbeitsmarktdaten erhöhen den Druck durch mögliche Fed-Zinserhöhungen.

Auf einen Blick:
  • Ethereum verliert 2,2 Prozent
  • US-Spot-ETFs verbuchen 26,46 Millionen Dollar
  • Blob-Nutzung erreicht Wochenrekord
  • US-Arbeitsmarkt übertrifft Prognosen deutlich

Ethereum-Anleger erleben derzeit eine Phase hoher Volatilität. Trotz kontinuierlicher Kapitalzuflüsse in die neuen US-Spot-ETFs verlor die Kryptowährung am heutigen Samstag 2,2 % an Wert und notiert bei 2.453,49 USD. Belastet wird der Kurs vor allem durch einen starken US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag die Erwartungen deutlich übertraf und die Wahrscheinlichkeit für kommende Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed steigen ließ.

ETF-Zuflüsse können Kursrückgang nicht stoppen

Das institutionelle Interesse an Ethereum zeigt sich dennoch robust. Am gestrigen Freitag verzeichneten die US-Spot-ETFs Nettozuflüsse in Höhe von 26,46 Millionen USD. Besonders der Ether-ETF von BlackRock (ETHA) stach dabei hervor, während der Fonds von Fidelity (FETH) Abflüsse in Höhe von 48,30 Millionen USD hinnehmen musste.

Bereits am Donnerstag hatten die Produkte beider Häuser gemeinsam Zuflüsse von insgesamt 141,39 Millionen USD generiert, was den Trend einer breiteren Akzeptanz im klassischen Finanzsektor unterstreicht.

Rekordwerte bei der Netzwerk-Nutzung

Parallel dazu erreicht die technische Nutzung des Netzwerks neue Höchststände. In der laufenden Woche kletterte die sogenannte Blob-Nutzung, die für die Skalierung über Layer-2-Netzwerke entscheidend ist, auf ein Rekordniveau. Mit einem Tagesdurchschnitt von 6,7 Blobs pro Block nutzt das Ökosystem aktuell etwa 40 bis 50 % der angestrebten Zielkapazität von 14 Blobs.

Ein wesentlicher Treiber für diese Aktivität ist die im Juli gestartete Robinhood Chain. Dieses neue Netzwerk nutzt Ethereum als Basis für Gas-Gebühren und verzeichnete am Freitag ein dezentrales Handelsvolumen von über 3 Milliarden USD.

Solana-Mitgründer Anatoly Yakovenko kritisierte in diesem Zusammenhang jedoch das Gebührenmodell der Kette, da die Kosten pro Transaktion auf bis zu 0,40 USD stiegen.

Wale und Makro-Daten belasten die Stimmung

Dennoch trüben massive Verkäufe großer Marktteilnehmer das Bild. Medienberichten zufolge transferierte ein einzelner Wal seit Ende August Kryptowerte im Gegenwert von rund 408 Millionen USD an verschiedene Börsen.

Solche Bewegungen erhöhen den Verkaufsdruck in einem Marktumfeld, das laut Sentiment-Indizes von großer Verunsicherung geprägt ist. Aktuell notiert Ethereum rund 48 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 4.763,36 USD, das im September des vergangenen Jahres erreicht wurde.

Zusätzliche Skepsis rührt von makroökonomischen Unsicherheiten her. Der jüngste Bericht des US-Arbeitsministeriums wies für August 162.000 neue Stellen aus – deutlich mehr als die prognostizierten 56.000. In der Folge stieg die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung durch die Fed im September laut Daten von Terminmärkten auf 61 %.

Für risikobehaftete Anlagen wie Kryptowährungen bedeutet ein potenziell höheres Zinsniveau oft Gegenwind, da alternative festverzinsliche Anlagen an Attraktivität gewinnen.

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