Die Reaktion der Börse ist eindeutig. Über 7 % Kursverlust musste die Aktie von Estée Lauder am Montag hinnehmen, nachdem bekannt wurde, dass der US-Kosmetikkonzern mit dem spanischen Beauty-Konzern Puig über eine Fusion verhandelt. Der Deal würde einen Luxus-Beauty-Riesen mit einem Wert von mehr als 40 Mrd. Dollar schaffen und Marken wie Tom Ford, Carolina Herrera, Rabanne und Clinique unter ein Dach bringen.
Die Investoren sind skeptisch, und das zu Recht. Estée Lauder kämpft bereits mit stagnierenden Umsätzen in den USA und hat zuletzt mit seiner Jahresprognose die Erwartungen der Wall Street verfehlt. Jetzt soll ausgerechnet eine Mega-Fusion die Lösung sein? Die Börse glaubt offenbar nicht daran. Während Estée Lauder abstürzte, legte die Puig-Aktie in Spanien um 14 % zu. Das sagt eigentlich schon alles über die Machtverhältnisse in diesem Deal.
The Estée Lauder Companies Inc. Aktie Chart
Die Rechnung könnte nicht aufgehen
Analysten warnen bereits vor den Risiken. „Ein Deal dieser Größenordnung könnte Estée Lauders Fähigkeit erschweren, zu innovieren und mit agileren Wettbewerbern Schritt zu halten“, so Rachel Wolff von eMarketer. Hinzu kommt, dass auch Puig zuletzt eine Verlangsamung im Duftgeschäft meldete. Die Fusion zweier Konzerne mit Wachstumsproblemen ergibt noch lange keinen Wachstumschampion.
Der Plan ist klar: Man will gegen L’Oréal bestehen, das gerade erst Kerings Beauty-Sparte für 4,7 Mrd. Dollar geschluckt hat. Doch größer heißt nicht automatisch besser. Estée Lauder hat eine Marktkapitalisierung von rund 31 Mrd. Dollar, Puig bringt gut 15 Mrd. Dollar mit. Ob diese Kombination wirklich die erhoffte Schlagkraft entwickelt, wird sich zeigen müssen. Die Börse jedenfalls zweifelt. Und wenn die Investoren nicht überzeugt sind, wird es schwer, diesen Deal als Erfolg zu verkaufen.
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