EssilorLuxottica treibt den Ausbau seiner vernetzten Produktpalette voran. Gemeinsam mit Meta stellte der Brillenkonzern am Donnerstag auf der Konferenz Meta Connect die nächste Generation von KI-Brillen vor.
Das Portfolio umfasst die dritte Generation der Ray-Ban Meta, die neue Audioreihe Ray-Ban Meta Audio sowie die Fassungen Capri und Nova. Zudem soll der persönliche Assistent Muse künftig erweiterte digitale Funktionen direkt über die Brille bereitstellen.
Neue Fassungen und KI-Funktionen
Die neuen Brillenmodelle sollen das Angebot an tragbarer Technologie für den Alltag erweitern. Neben den Designs Capri und Nova zielt die reine Audiolinie auf zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten ab.
Mit dem integrierten Assistenten Muse setzen die Unternehmen darauf, digitale Anwendungen noch stärker in das Blickfeld der Nutzer zu integrieren. Für EssilorLuxottica bildet die stetige Erneuerung der Modellreihen einen wichtigen Schritt, um die Marktposition im Bereich vernetzter Brillen zu festigen.
Der Vorstoß unterstreicht das Bestreben des Konzerns, klassische Brillenmode mit digitaler Funktionalität zu verbinden. Während traditionelle Sehhilfen weiterhin das Fundament bilden, gilt die Kooperation bei intelligenten Modellen als strategischer Wachstumstreiber. Die zusätzlichen Fassungen sollen dabei helfen, breitere Zielgruppen jenseits technologieaffiner Kunden anzusprechen.
Fortschritte im medizinischen Kerngeschäft
Fortschritte verzeichnete EssilorLuxottica auch im ophthalmologischen Kerngeschäft. Am Dienstag veröffentlichte das Unternehmen Sechs-Monats-Zwischenergebnisse einer klinischen Studie aus China.
Die Gläser der Reihe Essilor Stellest 2.0 erzielten einen Behandlungseffekt von 0,51 D beim Fortschreiten der Myopie. Bei der axialen Elongation lag der Effekt bei 0,21 Millimeter. Diese Werte entsprechen dem Niveau, das mit der ersten Generation der Gläser nach einem vollen Jahr erreicht wurde.
Die Studiendaten besitzen für den Konzern eine hohe strategische Bedeutung. Behandlungen gegen Kurzsichtigkeit im Jugendalter gelten weltweit als wachsender Markt. EssilorLuxottica stärkt mit den neuen Daten die eigene Position in asiatischen Kernmärkten und baut zugleich technologische Hürden für Wettbewerber auf.
Aktienrückkäufe und personelle Zäsur
Parallel dazu nutzt das Management bestehende Beschlüsse der Aktionäre für Stützungskäufe. Im September erwarb der Konzern mehrfach eigene Anteile am Markt. Die Transaktionen fielen in ein schwieriges Börsenumfeld. Am Freitag gab der Titel um 0,3 Prozent auf 144,80 Euro nach. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursrückgang damit auf 47 Prozent.
Die operativen Initiativen fallen in eine Phase interner Spannungen. Ende August trat Leonardo Maria Del Vecchio von seinen Posten als Chairman von Ray-Ban und Chief Strategy Officer des Gesamtkonzerns zurück.
In seinem Rücktrittsschreiben an CEO Francesco Milleri und das Führungsgremium kritisierte er die Unternehmensführung als distanziert und unpersönlich. Der Verwaltungsrat stellte sich in einer Stellungnahme geschlossen hinter Milleri und bekräftigte das Vertrauen in die langfristige Konzernstrategie.
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