Erste Bank Aktie: Polen treibt Prognoseanhebung

Symbolbild, KI-generiert

Nach neun Monaten erreicht der Nettogewinn 3,1 Milliarden Euro; höhere Ziele und ein geplantes Übernahmeangebot in Polen prägen den Ausblick.

Auf einen Blick:
  • Nettogewinn steigt auf 3,1 Milliarden Euro
  • Kreditvolumen inklusive Polen wächst knapp 24 Prozent
  • Bankenabgaben erreichen 529 Millionen Euro
  • Übernahmeangebot soll Anfang November starten

Die Erste Group hebt nach neun Monaten erneut ihren Ausblick an. Der Konzern wächst im Kundengeschäft kräftig, vor allem getragen von der Konsolidierung der polnischen Tochter. Der Nettogewinn liegt bei 3,1 Milliarden Euro, das Ergebnis je Aktie bei 7,37 Euro nach 6,13 Euro im Vorjahreszeitraum.

Wachstum mit und ohne Polen

Ohne Polen stieg der Nettogewinn um 7,9 Prozent, einschließlich der Erste Bank Polska um 20,6 Prozent. Das Kreditvolumen legte auf vergleichbarer Basis um 5,8 Prozent zu, die Einlagen um 4,5 Prozent. Besonders stark wuchs das Geschäft in Österreich, Tschechien und Ungarn. Inklusive Polen kletterte das Kreditvolumen um knapp 24 Prozent auf 287 Milliarden Euro.

Die Erträge profitierten vom günstigen Zinsumfeld. Der Zinsüberschuss stieg ohne Polen um 7,0 Prozent, der Provisionsüberschuss um 9,5 Prozent, gestützt vom Wertpapiergeschäft. Da die Kosten nur um 3,1 Prozent zulegten, verbesserte sich die Kosten-Ertrags-Relation auf 45,0 Prozent.

Die Eigenkapitalrendite (ROTE) erreicht 20,9 Prozent, nach 16,8 Prozent im Vorjahr. Zentraleuropa steuert zwei Drittel zum Gewinn bei.

Bankensteuern bremsen

Gegenwind kommt von den Abgaben. Die Bankensteuern haben sich auf 529 Millionen Euro fast verdoppelt, vor allem wegen höherer Sätze in Ungarn und Rumänien sowie der erstmaligen Verbuchung in Polen. Die Steuerquote stieg auf 24,0 Prozent. Die Risikokosten blieben mit 21 Basispunkten moderat, die NPL-Quote sank leicht auf 2,3 Prozent.

Höhere Ziele, Übernahmeangebot rückt näher

Der Vorstand schraubt die Prognose für 2026 nach oben:

  • Kundenkredite: über 290 Milliarden Euro (zuvor rund 290 Milliarden)
  • Zinsüberschuss ohne Polen: Plus von mehr als 6 Prozent (zuvor etwa 5 Prozent)
  • Provisionsüberschuss ohne Polen: Plus von etwa 10 Prozent (zuvor 7 bis 9 Prozent)
  • Kosten-Ertrags-Relation ohne Polen: unter 46 Prozent (zuvor unter 47 Prozent)

Zugleich steht der nächste Schritt in Polen an. Die aufsichtsrechtliche Genehmigung für das freiwillige Übernahmeangebot liegt vor. Das Angebot soll am 2. November beginnen, die Annahmefrist am 3. November starten. Die Erste Group will ihren Anteil von 49 Prozent auf mehr als 50, höchstens aber 75 Prozent erhöhen. Der Preis liegt bei rund 713 Zloty je Aktie, die Finanzierung erfolgt aus eigenen Mitteln.

Die harte Kernkapitalquote beträgt pro forma 15,0 Prozent, nach 19,3 Prozent im Dezember 2025. Nach dem Angebot strebt die Bank weiterhin mehr als 14,25 Prozent an. Die Abwicklung ist für Dezember 2026 vorgesehen und setzt voraus, dass genügend Aktien angedient werden.

Stand heute, 30. Oktober: Erste Bank – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Erste Bank investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 30. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Erste Bank: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)