Mit der Inbetriebnahme eines Windparks in Südosteuropa baut die Erste Group ihre Finanzierungsaktivitäten im Energiesektor aus. Am Donnerstag nahm der von Nala Renewables entwickelte Green-Breeze-Windpark in Rumänien den kommerziellen Betrieb auf.
Die Anlage weist eine installierte Gesamtkapazität von 99,2 Megawatt auf. Erste Group und deren rumänische Tochtergesellschaft BCR übernahmen gemeinsam die Finanzierung des Vorhabens. Apple bezieht den dort erzeugten Ökostrom über einen langfristigen Stromabnahmevertrag.
Das Projekt unterstreicht die Rolle der Bank bei überregionalen Großvorhaben. Gleichzeitig richtet das Geldhaus den Blick auf das regionale Firmenkundengeschäft. Erste Bank und Sparkassen stellen eine Milliarde Euro bereit, um heimische Vorhaben bei Digitalisierung und Innovation zu fördern.
Den Rahmen für diese Initiative bildet eine am 22. September vorgestellte KMU-Studie. Darin äußerten sich 65 Prozent der befragten Betriebe optimistisch über die kommenden Jahre. Zudem planen 57 Prozent der Firmen konkrete Investitionen trotz des herausfordernden Umfelds.
Personelle Weichenstellung im Management
Auch personell stellt sich der Konzern neu auf. Lukas Enzersdorfer-Konrad übernimmt als Executive Director Asset Management eine neu geschaffene gruppenweite Leitungsfunktion. Er wird ab dem ersten Quartal 2027 direkt an Konzernchef Peter Bosek berichten. Die Berufung erfolgt vorbehaltlich der üblichen behördlichen Freigaben.
Ausbau der Position in Osteuropa
Parallel zu den organisatorischen Schritten forciert das Geldhaus die regionale Expansion. Vor gut drei Wochen kündigte das Unternehmen ein freiwilliges Barübernahmeangebot für die polnische Tochter Erste Bank Polska an. Dabei soll die bestehende Beteiligung von 49 Prozent auf mehr als 50 Prozent aufgestockt werden. Als Obergrenze peilt das Institut höchstens 75 Prozent an.
Als voraussichtlicher Angebotspreis sind rund PLN 713 je Aktie vorgesehen. Die Offerte soll Anfang November 2026 anlaufen und voraussichtlich im Dezember 2026 abgeschlossen werden. Der Vollzug bedarf unter anderem noch der Genehmigung durch die polnische Finanzmarktaufsicht.
Analysten heben das Kursziel an
Rückenwind kommt unterdessen von der Analystenseite. Am 14. September bestätigte Barclays das Votum „Overweight“ für den Banktitel. Gleichzeitig hob das Institut das Kursziel von 130,0 auf 135,0 Euro an. Als Begründung nannte das Haus höhere zinsunabhängige Erträge und sinkende Wertminderungen.
An den Handelsplätzen zeigte sich die Aktie freundlich. Am Freitag legte der Titel um 1,1 Prozent zu und schloss bei 123,60 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Wertpapier damit ein Kursplus von 20 Prozent.
Erste Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Erste Bank-Analyse vom 28. September liefert die Antwort:
Die neusten Erste Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Erste Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
