Die Schweden liefern ab. Ericsson hat im vierten Quartal einen bereinigten Betriebsgewinn von 12,3 Mrd. SEK erzielt. Erwartet wurden lediglich 10,0 Mrd. SEK. Das ist eine Überraschung von über 20 Prozent nach oben. Die bereinigte operative Marge kletterte auf 17,7 Prozent, verglichen mit 13,2 Prozent im Vorjahresquartal.
Besonders beeindruckend ist das organische Wachstum von 6 Prozent in einem Markt, der laut CEO Börje Ekholm weitgehend unverändert bleibt. Der Gesamtumsatz sank zwar um knapp 5 Prozent auf 69,3 Mrd. SEK, lag damit aber deutlich über den erwarteten 66,7 Mrd. SEK. Das Unternehmen hat offensichtlich verstanden, wie man in schwierigem Umfeld wächst.
Die Zahlen zeigen die Früchte der strategischen Neuausrichtung. Cloud Software and Services legte organisch um 12 Prozent zu, Networks um 4 Prozent. Das sind keine Zufallstreffer. Das ist das Ergebnis gezielter Investitionen in 5G-Kernnetzwerke und unternehmenskritische Infrastruktur.
Dividende steigt und Aktienrückkauf kommt
Der Vorstand schlägt eine Erhöhung der regulären Dividende auf 3,00 SEK je Aktie vor, nach 2,85 SEK im Vorjahr. Dazu kommt ein Aktienrückkaufprogramm über 15 Mrd. SEK. Das Unternehmen verfügt über eine Netto-Cash-Position von 61,2 Mrd. SEK, verglichen mit 37,8 Mrd. SEK vor einem Jahr. Diese Zahlen sprechen für sich.
Ekholm betont, dass dies bereits das neunte Quartal in Folge mit verbesserter EBITA-Marge gegenüber dem Vorjahresquartal ist. Die operativen Maßnahmen der vergangenen Jahre zahlen sich aus. Für 2026 plant Ericsson verstärkte Investitionen im Verteidigungssektor und will gleichzeitig die Kostenbasis weiter optimieren.
Die EU-Pläne zum Ausschluss von Hochrisikoanbietern aus kritischen Netzwerken könnten Ericsson zusätzlichen Rückenwind geben. CFO Sandstrom zeigt sich bereit, diese Gelegenheit zu nutzen. Anleger dürfen gespannt sein, wie sich diese Entwicklung auf die kommenden Quartale auswirkt.
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