Erasca-Aktie: Todesfall überschattet alles!

Todesfall eines Patienten und Patentverletzungsvorwürfe überschatten positive Phase-1-Daten von Erasca. Die Aktie verliert massiv.

Auf einen Blick:
  • Erasca-Aktie verlor rund 37 Prozent im nachbörslichen Handel
  • Todesfall bei 24-mg-Dosis in Phase-1-Studie auf Konferenzgespräch offenbart
  • Ansprechraten von 62 Prozent bei Lungenkrebs und 40 Prozent bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Patentstreit mit Rivale Revolution Medicines eskaliert

Eigentlich hätte der Montag für Erasca ganz anders laufen können. Die Pressemitteilung klang zunächst passabel: gut verträgliches Sicherheitsprofil, frühe Wirksamkeitsdaten aus zwei Phase-1-Studien, einmal in den USA, einmal in China mit Partner Joyo Pharmatech. Und dann kam die Telefonkonferenz.

Was auf dem Call herauskam

Dort offenbarte das Unternehmen, was in der Mitteilung nicht stand: Ein Patient, 66 Jahre alt, schwer vorbehandelter metastasierter Bauchspeicheldrüsenkrebs, starb nach einer 24-mg-Dosis von ERAS-0015. Laut Erasca hatte er eine Pneumonitis dritten Grades entwickelt und die unterstützende Behandlung verweigert. Ob das die Verantwortung des Unternehmens mindert, ist eine Frage, die sich Anleger und Regulatoren nun stellen werden.

Die Aktie rauschte nachbörslich um rund 42 Prozent nach unten. So reagieren Märkte, wenn schlechte Nachrichten erst auf Nachfrage kommen.

Erasca Aktie Chart

Die Zahlen, die eigentlich gut klingen

Dabei sind die Wirksamkeitsdaten für sich genommen nicht ohne. Bei Patienten mit KRAS-G12X-positivem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs lag die unbestätigte Gesamtansprechrate bei 62 Prozent, bei Bauchspeicheldrüsenkrebs bei 40 Prozent. Gemessen an der Schwere der Erkrankungen und dem Behandlungsstatus der Patienten, allesamt in der Zweit- oder Drittlinie mit Dosen zwischen 16 und 32 mg täglich, sind das keine schlechten Werte. Aber frühe Phase-1-Daten sind eben frühe Phase-1-Daten, und der Markt hat gerade andere Sorgen.

Und dann noch Revolution Medicines

Als wäre das nicht genug, legte Erasca am selben Tag noch einen Patentstreit offen. Revolution Medicines, dessen Aktie nach positiven Spätphasendaten für den pan-RAS-Inhibitor Daraxonrasib zuletzt kräftig gestiegen war, schickte Erasca einen Brief: ERAS-0015 verletze US-Patent Nr. 12.409.225. Erasca nennt die Vorwürfe haltlos und will sie entschieden zurückweisen. Soll wohl heißen: Notfalls sehen wir uns vor Gericht wieder.

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