Der norwegische Energiekonzern Equinor treibt seine Expansion in Südamerika massiv voran. Mit dem Start der Bohrarbeiten für das neun Milliarden Dollar schwere Raia-Erdgasprojekt in Brasilien markiert das Unternehmen einen wichtigen Meilenstein. Gleichzeitig baut das Management die internen Strukturen um, um künftig noch flexibler auf den globalen Energiemärkten agieren zu können.
Das Mega-Projekt Raia
Am Dienstag begannen die Bohrungen im Campos-Becken vor der brasilianischen Küste. Das Raia-Projekt ist mit einem Investitionsvolumen von rund neun Milliarden US-Dollar aktuell das größte internationale Vorhaben der Norweger. Bis zum geplanten Produktionsstart im Jahr 2028 sollen sechs Bohrlöcher in 2.900 Metern Wassertiefe fertiggestellt werden.
Wenn die Anlage in Betrieb geht, könnte sie täglich bis zu 16 Millionen Kubikmeter Erdgas liefern. Das entspricht etwa 15 Prozent des gesamten brasilianischen Bedarfs. Equinor hält als Betreiber 35 Prozent der Anteile, den Rest teilen sich Repsol Sinopec und Petrobras. An der Börse kommt diese klare strategische Ausrichtung hervorragend an. Mit einem Kursplus von über 60 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier aktuell nur knapp unter seinem erst vergangene Woche erreichten 52-Wochen-Hoch von 36,00 Euro.
Equinor ASA Aktie Chart
Neue Struktur und grüne Zukäufe
Parallel zu den Fortschritten auf See ordnet Equinor sein operatives Geschäft neu. Die bisherige Einheit für Marketing und Verarbeitung wird bis Anfang 2027 in zwei neue Bereiche aufgespalten. Ein Zweig konzentriert sich künftig rein auf die Infrastruktur wie Pipelines und Terminals. Der andere Bereich soll den globalen Handel und die Marktorientierung vorantreiben.
Dass der Konzern zweigleisig fährt, zeigt auch ein weiterer Deal aus dieser Woche. Am Montag erwarb Equinor den baureifen 230-Megawatt-Windpark Esquina do Vento von Vestas. Damit stärken die Norweger nicht nur ihr traditionelles Öl- und Gasgeschäft, sondern bauen gleichzeitig ihr Portfolio an erneuerbaren Energien im Schlüsselmarkt Brasilien aus.
Flankiert wird diese Wachstumsstrategie von einer soliden Kapitalausstattung. Erst kürzlich sicherte sich das Joint Venture Adura eine Kreditfazilität über drei Milliarden Dollar für Aktivitäten in der britischen Nordsee, während Equinor zeitgleich sein laufendes Aktienrückkaufprogramm für 2026 ausweitete. Die Weichen für die kommenden Jahre sind damit sowohl operativ als auch finanziell klar gestellt.
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