Die schwedische Private-Equity-Gesellschaft EQT greift zu und schnappt sich Coller Capital für satte 3,2 Milliarden Dollar. Damit verschafft sich EQT Zugang zum rasant wachsenden Secondaries-Markt, einem der am schnellsten expandierenden Segmente der Branche. Die Nachricht kam heute früh und dürfte die Märkte durchaus bewegen.
Bezahlt wird die Übernahme durch neu ausgegebene EQT-Aktien. Hinzu kommen möglicherweise bis zu 500 Millionen Dollar in bar, falls bestimmte Leistungsziele bis März 2029 erreicht werden. Coller Capital verwaltet aktuell knapp 50 Milliarden Dollar an Vermögen, davon 33 Milliarden Dollar gebührenpflichtige Assets. Das 1990 gegründete Unternehmen beschäftigt 330 Mitarbeiter in elf Büros weltweit.
EQT will Coller in vier Jahren verdoppeln
EQT-Chef Per Franzén zeigt sich überzeugt von dem Deal. Der Einstieg in den Secondaries-Markt sei ein natürlicher und wichtiger Schritt in der strategischen Entwicklung von EQT. Secondaries würden für Kunden immer wichtiger, um Liquidität zu managen und Portfolios aktiv zu steuern. Franzén sieht das Potenzial, Collers Geschäft in weniger als vier Jahren zu verdoppeln. Das ist ambitioniert, aber bei den aktuellen Marktbedingungen nicht unrealistisch.
Die Transaktion soll im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich üblicher Genehmigungen. EQT erwartet einen positiven Effekt im mittleren einstelligen Bereich auf die gebührenbezogenen Erträge. Für Anleger bedeutet die Ausgabe neuer Aktien zunächst eine Verwässerung. Ob sich der Deal langfristig auszahlt, hängt davon ab, ob EQT die angekündigten Wachstumsziele auch wirklich erreicht. Der Secondaries-Markt boomt jedenfalls, und mit Coller holt sich EQT einen etablierten Player ins Boot.
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