Entergy hat im zweiten Quartal 2026 mehr verdient als im Vorjahr — und trotzdem sank der Gewinn je Aktie. Der Grund liegt nicht im operativen Geschäft, sondern in der Kapitalstruktur des Versorgers.
Der Nettogewinn kletterte auf 483 Millionen Dollar, nach 468 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Der Gewinn je Aktie fiel dennoch leicht von 1,05 auf 1,03 Dollar. Grund dafür ist eine deutlich höhere Zahl ausstehender Aktien, unter anderem infolge der Abwicklung von Aktien-Terminkontrakten und einer Kapitalerhöhung von 2,175 Milliarden Dollar mit Forward-Komponente, die Entergy im Quartal abgeschlossen hat.
Utility-Geschäft trägt das Wachstum
Das Kerngeschäft mit regulierten Stromversorgern in Arkansas, Louisiana, Mississippi und Texas lieferte den eigentlichen Fortschritt. Die Sparte steigerte ihren Gewinn auf 626 Millionen Dollar, nach 599 Millionen Dollar im Vorjahr. Höhere Erträge aus laufenden Anlageinvestitionen, gestiegene Absatzmengen im Privatkundengeschäft und positive regulatorische Entscheidungen mehrerer Aufsichtsbehörden trieben das Ergebnis. Gegenläufig wirkten höhere Zinsaufwendungen sowie gestiegene Betriebs- und Abschreibungskosten.
Auf regulatorischer Seite lief es für Entergy in mehreren Bundesstaaten rund: Die Arkansas Public Service Commission genehmigte eine Tarifanpassung für Entergy Arkansas, die texanische Aufsichtsbehörde PUCT segnete eine Tarifaktualisierung für Entergy Texas ab. Entergy Texas erhielt zudem einen Zuschuss von rund 200 Millionen Dollar aus dem Texas Energy Fund zur Stärkung der Netzzuverlässigkeit — finanziert ohne Zusatzkosten für Kunden.
Das River-Bend-Kernkraftwerk feierte im Quartal sein 40-jähriges Bestehen, das Nuklearteam erhielt vier Auszeichnungen des Nuclear Energy Institute für innovative Praktiken.
Guidance bleibt unverändert
Für das Gesamtjahr 2026 hält Entergy an seiner Prognose fest: Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 4,25 und 4,45 Dollar liegen. CEO Drew Marsh verwies auf stetige Fortschritte in den Bereichen Kunden, Betrieb, Regulierung und Finanzen und sieht das Unternehmen „solide auf Kurs“ für die Ziele des laufenden und der kommenden Jahre.
Im vorbörslichen Handel an der NYSE gab die Aktie leicht nach, um 0,35 Prozent auf 112,12 Dollar. Die Telefonkonferenz zu den Zahlen findet am Nachmittag desselben Tages statt, ein Replay bleibt bis zum 5. August 2026 verfügbar.
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