Eni hat die Arbeit auf dem Ölfeld Junín-5 in Venezuela aufgenommen. Der Schritt vertieft das Engagement des italienischen Konzerns in einem Land, in dem er seit Jahrzehnten aktiv ist. An der Mailänder Börse legte die Aktie zeitweise 1,63 Prozent auf 26,885 Euro zu.
Ziel: 200.000 Barrel pro Tag
Junín-5 liegt im Orinoco-Ölgürtel. Den Vertrag zur Erschließung des Feldes hatte Eni Anfang vergangenen Monats unterzeichnet. Nun beginnt die operative Phase.
Der Konzern erwartet in der ersten Betriebsphase ein „signifikantes“ Produktionswachstum. Bis 2028 soll die Fördermenge auf 200.000 Barrel Öl pro Tag steigen. Das wäre ein deutlicher Beitrag zum Upstream-Geschäft, das Eni ausbauen will.
Eni selbst bezeichnete den Start bei Junín-5 als Eckpfeiler seiner Strategie, die Präsenz in der Förderung in Venezuela auszuweiten. Die Zielmarke von 2028 ist allerdings eine Planung, keine Zusage über feste Mengen.
Dienstleister steht bereit
Auch im Umfeld des Projekts tut sich etwas. Der Ölfeldausrüster Weatherford unterstützt die Entwicklung mit integrierten Dienstleistungen und Technologien. Das Unternehmen betreut die Bohr- und Aufarbeitungskampagne des Feldes und verweist auf seine langjährige Präsenz im Land.
Weatherford-Chef Girish Saligram spricht von einer „Wiederbelebung“ des venezolanischen Energiemarktes. Die Aussage zeigt, welche Erwartungen Dienstleister an steigende Investitionen und Aktivität knüpfen.
Für Eni zählt zunächst die Umsetzung. Der erste Meilenstein ist erreicht, der nächste ist der Hochlauf der Förderung bis 2028 auf die angepeilten 200.000 Barrel täglich.
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