Eni hat im ersten Quartal 2026 einen bereinigten Nettogewinn von 1,3 Milliarden Euro ausgewiesen, und der Markt hatte 1,5 Milliarden Euro erwartet. Gegenüber dem ersten Quartal 2025 ging der Gewinn um 8% zurück. Der bereinigte operative Gewinn auf Pro-forma-Basis sank um 4% auf 3,54 Milliarden Euro. Zwei Faktoren drückten die Zahlen: der Euro hat gegenüber dem Dollar um 11,2% aufgewertet, und 2025 gab es Einmalgewinne, die nun schlicht fehlen.
Produktion läuft, Kurs drückt
Operativ sieht das Bild dabei gar nicht so schlecht aus. Die Kohlenwasserstoffproduktion kletterte um 9% auf 1,8 Millionen Barrel pro Tag. Norwegen, Kongo, Mexiko legten zu, Angola und Ägypten steuerten frische Volumina bei. Das ist echtes Wachstum, keine Buchungsarithmetik. Das Problem ist eben der Wechselkurs, der jeden Dollar-Barrel auf dem Weg nach Mailand kleiner macht.
Eni S.p.A. Aktie Chart
Fast doppelt so viel Rückkauf
Dann der Kniff, den Eni sich für die Schlagzeile aufgespart hat: Das Aktienrückkaufprogramm wird um rund 90% auf 2,8 Milliarden Euro aufgestockt. Das ist kein symbolisches Signal, das ist fast eine Verdoppelung. Wer Aktien zurückkauft, wenn der Gewinn schwächelt, setzt darauf, dass der Markt das falsch bewertet. Oder er braucht eine gute Nachricht neben den schlechten Zahlen. Beides ist möglich.
Dividende und Cashflow bestätigt
Die Jahresdividende bleibt bei 1,1 Euro je Aktie, ein Plus von 5% gegenüber 2025. Und der operative Cashflow soll 2026 auf 13,8 Milliarden Euro steigen, 20% mehr als ursprünglich geplant. Eni bestätigt damit seinen Wachstumsausblick, auch wenn das erste Quartal die Konsenserwartungen klar verfehlt hat.
1,3 Milliarden statt 1,5 Milliarden Euro. Und dazu ein fast verdoppelter Rückkauf. Eni weiß, wie man eine schlechte Nachricht verpackt.
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