Die Franzosen machen ernst. Engie hat sich frisches Kapital in Höhe von 3 Mrd. Euro besorgt. Das Geld soll für die Übernahme des britischen Stromnetzbetreibers UK Power Networks verwendet werden. Die Kapitalerhöhung erfolgte über eine beschleunigte Privatplatzierung von 107.142.857 neuen Aktien, was rund 4,4 % des bisherigen Kapitals entspricht.
Der Ausgabepreis lag bei 28 Euro je Aktie. Das bedeutet einen Abschlag von lediglich 3,2 % zum Schlusskurs vom 27. Februar 2026. Ein relativ moderater Discount für eine solche Operation. Der Markt scheint die Übernahme also durchaus positiv zu sehen und traut Engie einiges zu. Die neuen Aktien sind sofort handelbar und werden unter derselben ISIN an den Börsen in Paris, Brüssel und Luxemburg gelistet.
Frankreich steigt nicht ein, Anteil sinkt
Interessant ist, wer nicht mitgemacht hat. Die französische Republik, die über die Agence des Participations de l’Etat bisher 23,6 % an Engie hält, beteiligte sich nicht an der Kapitalerhöhung. Dadurch wird der Staatsanteil mechanisch auf etwa 22,7 % verwässert. Wer die neuen Aktien gezeichnet hat, wurde nicht bekannt gegeben.
Das eingesammelte Kapital dient der Teilfinanzierung der UK Power Networks-Übernahme, die Mitte 2026 abgeschlossen werden soll. Dieser Deal hat ein Volumen von gut 12 Mrd. Euro. Die gesamte Finanzierung steht bereits, gesichert durch eine Überbrückungsfinanzierung von Bank of America und BNP Paribas. Engie betont, dass die Kapitalerhöhung hilft, das Investment-Grade-Rating zu halten. Die Weichen für den großen Schritt nach Großbritannien sind damit gestellt.
Engie-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Engie-Analyse vom 02. März liefert die Antwort:
Die neusten Engie-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Engie-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
