Energy Fuels Aktie: Australian-Strategic-Materials-Deal im Juli

Energy Fuels übertrifft bereits im April die Millionen-Pfund-Marke bei der Uranproduktion und treibt die Expansion nach Südkorea und Australien voran.

Auf einen Blick:
  • Uranproduktion übersteigt Millionen-Pfund-Grenze
  • Übernahme von Australian Strategic Materials geplant
  • Operativer Cashflow dreht ins Positive
  • Aktie korrigiert nach starker Rallye

Energy Fuels hat bereits im April die Marke von einer Million Pfund produziertem Uran überschritten. Das ist ein starkes Signal für das laufende Jahr. Unter dem neuen CEO Ross Bhappu wandelt sich der Konzern derzeit massiv. Das Ziel: ein vertikal integrierter Produzent für kritische Materialien.

Für das Gesamtjahr 2026 bleibt das Management auf Kurs. Zwischen zwei und zweieinhalb Millionen Pfund Uran sollen die Anlagen verlassen. Im ersten Quartal lieferte allein die Pinyon-Plain-Mine Material für rund 375.000 Pfund. Zwar sank der Erzgehalt beim Übergang zwischen verschiedenen Abbauzonen kurzzeitig. Später im Jahr rechnet das Unternehmen aber wieder mit hochwertigerem Material.

Verkauft hat Energy Fuels im ersten Jahresviertel gut eine halbe Million Pfund. Dabei profitierte der Konzern von einem starken Marktumfeld. An der Börse kühlt die Euphorie nach einer massiven Rallye aktuell etwas ab. Die Aktie rutschte auf Monatssicht um knapp 20 Prozent ab. Sie notiert nun bei 15,38 Euro und testet damit ihre 200-Tage-Linie.

Expansion nach Südkorea und Australien

Ein zentraler Baustein der Wachstumsstrategie ist die geplante Übernahme von Australian Strategic Materials. Der Deal soll bereits im Juli 2026 über die Bühne gehen. Energy Fuels kauft damit ein produzierendes Werk für Seltenerdmetalle in Südkorea. Zusätzlich sichert sich der Konzern ein genehmigtes Minenprojekt in Australien.

Die Logik dahinter ist klar. Das Unternehmen baut eine unabhängige Lieferkette außerhalb Chinas auf. Von der Mine bis zum fertigen Metall will Energy Fuels künftig alles selbst kontrollieren. Das trifft exakt den Bedarf der Autoindustrie und des Verteidigungssektors.

Volle Kassen für neue Projekte

Auch finanziell steht der Uranförderer wieder auf einem soliden Fundament. Im ersten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen einen operativen Cashflow von 8,3 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor verbrannte Energy Fuels hier noch knapp 19 Millionen Dollar. Höhere Uranerlöse und beglichene Kundenrechnungen sorgten für diesen Umschwung.

CEO Bhappu drückt nun aufs Tempo. Er will die Genehmigungsverfahren für die Entwicklungsprojekte Roca Honda und Bullfrog beschleunigen. Gelingt der für Juli geplante Abschluss der Australien-Übernahme, macht das Unternehmen den nächsten großen Schritt. Dann wandelt sich Energy Fuels endgültig vom reinen Uranförderer zum breiten Rohstoffkonzern.

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