Die Italiener gehen in die Offensive. CEO Flavio Cattaneo hat in einer Telefonkonferenz mit Reportern klargemacht, dass Enel gezielt nach Übernahmemöglichkeiten in den USA Ausschau hält. Auch Kanada, Großbritannien und Australien stehen auf der Liste der interessanten Märkte. Das Unternehmen setzt dabei auf eine klare geografische Strategie.
Lateinamerika bleibt das zentrale Gebiet für die sogenannte Asset-Rotation, also den gezielten Verkauf und Umbau des Portfolios. Der Konzern will sich offenbar von weniger profitablen Bereichen trennen und das Geld in aussichtsreichere Märkte pumpen. Der Gesamtinvestitionsplan beläuft sich auf satte 63 Milliarden Dollar bis 2028.
Spanien bekommt Milliarden für die Netze
Besonders interessant wird es bei der spanischen Tochter Endesa. Von den insgesamt 26 Milliarden Euro, die Enel in Stromnetze stecken will, fließen rund 21 Prozent nach Spanien. Das sind etwa 5,5 Milliarden Euro und damit deutlich mehr als die bisher eingeplanten 4 Milliarden Euro. Die Erhöhung kommt zu einem heiklen Zeitpunkt, nachdem ein massiver Blackout im April die Debatte über Investitionsbedarf neu entfacht hatte.
Allerdings gibt es einen Haken. Die spanische Wettbewerbsbehörde hat die Rendite für Netzaktivitäten auf nur 6,58 Prozent festgelegt. Das liegt deutlich unter den mehr als 7 Prozent, die Endesa und andere Versorger gefordert hatten. Ob sich die Investitionen unter diesen Bedingungen wirklich rechnen, bleibt abzuwarten. Enel muss hier die Balance zwischen Wachstum und Profitabilität finden. Die Investoren werden genau hinschauen, ob der Plan aufgeht.
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