Emera trennt sich von einem weiteren Puzzlestück seines US-Portfolios. Der Verkauf der New Mexico Gas Company an Bernhard Capital Partners ist heute vollzogen worden — gut zwei Jahre nach der ursprünglichen Ankündigung im August 2024. Für den kanadischen Energiekonzern markiert das den Abschluss eines langwierigen Portfolio-Umbaus.
Regulierte Sparte wechselt den Besitzer
New Mexico Gas Company versorgt mit Sitz in Albuquerque mehr als 550.000 Haushalte und Unternehmen über ein Leitungsnetz von rund 12.000 Meilen. Die New Mexico Public Regulation Commission hat der Transaktion zugestimmt, Name und Management bleiben unverändert. Finanzielle Details zum Kaufpreis nannte Emera nicht.
Käufer Bernhard Capital Partners verwaltet nach eigenen Angaben ein Vermögen von mehr als 6 Milliarden Dollar und konzentriert sich auf Infrastruktur- und Versorgungsbeteiligungen. Das Unternehmen aus Baton Rouge erweitert damit sein Portfolio regulierter Versorger, zu dem bereits National Water Infrastructure, Clear Current und Magnolia Gas Company zählen. Parallel dazu hat Bernhard Capital in diesem Jahr eine Vereinbarung zur Übernahme von Cleco angekündigt, die noch behördliche Freigaben benötigt.
Für Emera fügt sich der Verkauf in eine Strategie der Portfoliobereinigung ein. Der Konzern mit Sitz in Halifax versorgt derzeit rund 2,1 Millionen Kunden in den USA, Kanada und der Karibik und beschäftigt etwa 6.800 Mitarbeiter. Die Aktie notiert weiterhin sowohl an der Toronto Stock Exchange als auch an der New York Stock Exchange.
Der Rückzug aus dem Gasgeschäft in New Mexico lässt Emera stärker auf sein Kerngeschäft mit regulierten Strom- und Gasversorgern in seinen Hauptmärkten fokussieren. Wie die frei werdenden Mittel konkret verwendet werden, hat das Unternehmen bislang nicht mitgeteilt.
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