Eli Lilly greift in der Biotech-Welt weiter kräftig zu. Der Pharmakonzern hat innerhalb weniger Tage gleich zwei große Partnerschaften geschlossen, die zusammen über 3,0 Mrd. Dollar an potenziellen Zahlungen umfassen.
Damit zeigt Lilly, dass es sich nicht nur als Pillenhersteller, sondern als Zukunftsjäger im Bereich Gen- und Zelltherapien positionieren will. Anleger sollten aufmerken: Lilly baut eine Pipeline auf, die in den nächsten Jahren für enorme Wachstumsdynamik sorgen könnte.
Eli Lilly Aktie Chart
Eli Lilly: Das sind die Deals!
Der erste Deal betrifft Repertoire Immune Medicines
Lilly zahlt einen Aufschlag von 85 Mio. Dollar und kann bis zu 1,84 Mrd. Dollar zusätzlich zahlen, wenn bestimmte Meilensteine erreicht werden. Repertoire arbeitet an Therapien, die das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht bringen sollen, ohne die Abwehr komplett zu dämpfen.
Ziel sind dauerhafte Remissionen bei Autoimmunerkrankungen. Repertoire liefert die frühe Forschung, Lilly übernimmt die klinische Entwicklung, Produktion und den Verkauf. Die Technologie basiert auf einem T-Zell-Rezeptor-Entdeckungswerkzeug namens DECODE.
Der zweite Deal betrifft Seamless Therapeutics
Seamless Therapeutics arbeitet an Gen-Therapien für Hörverlust. Eli Lilly erhält eine exklusive Lizenz auf eine präzise DNA-Einfüge-Technologie. Seamless bekommt eine Vorauszahlung plus Forschungsgelder und kann bis zu 1,12 Mrd. Dollar verdienen, zusätzlich zu möglichen Lizenzgebühren. Die Plattform soll gezielt Mutationen in relevanten Genen korrigieren, ohne auf die natürlichen Reparaturmechanismen der Zelle angewiesen zu sein.
Eli Lilly: Expansion geht weiter
Diese Deals ergänzen Eli Lillys bereits aggressive Übernahmestrategie. Erst im letzten Jahr sicherte sich Lilly Adverum Biotechnologies für Augen-Gentherapien.
Und zuvor schluckte Lilly Verve Therapeutics, das an einer Gen-Editierung gegen hohen Cholesterinspiegel arbeitet.
Für Anleger heißt das
Eli Lilly setzt auf die Zukunft der Medizin und investiert massiv in Gen- und Zelltherapien. Die Aktie dürfte davon profitieren, aber die hohen Ausgaben erhöhen auch das Risiko.
Wer auf Wachstum setzt, findet hier eine klare Story – wer auf Stabilität setzt, sollte die Kosten im Blick behalten.
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