Eli Lilly Aktie: Wachstum als Bürde

Symbolbild, KI-generiert

Eli Lilly erhält von Berenberg ein höheres Kursziel, während Foundayo und die Pipeline den Konzern vor steigende Erwartungen stellen.

Auf einen Blick:
  • Mounjaro und Zepbound wachsen weiter
  • Foundayo soll neue Impulse liefern
  • Berenberg hebt Kursziel auf 1.400 Dollar
  • Aktie legt an der NYSE zu

Eli Lilly hat ein Problem, um das die meisten Konzerne den Pharmariesen beneiden würden: Die operative Entwicklung läuft so gut, dass selbst starke Zahlen kaum noch für Kursbegeisterung sorgen. Mounjaro und Zepbound wachsen in einem Tempo, das für ein Unternehmen dieser Größenordnung ungewöhnlich bleibt. Die Messlatte, die der Konzern sich selbst gesetzt hat, wird von Quartal zu Quartal höher gelegt.

Foundayo als nächster Wachstumstreiber

Mit der Abnehmpille Foundayo baut Eli Lilly bereits die nächste kommerzielle Säule auf. Für Anleger bedeutet das: Der Markt erwartet nicht mehr nur, dass die bestehenden Präparate liefern, sondern dass ein komplett neues Produkt nahtlos anschließt. Diese Erwartungshaltung erklärt, warum selbst solide Ergebnisse an der Börse mitunter verhalten aufgenommen werden.

Die Privatbank Berenberg sieht in dieser Gemengelage weiterhin Potenzial nach oben. Analystin Kerry Holford hob das Kursziel von 1.220 auf 1.400 US-Dollar an und stufte die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hoch.

Nach ihrer Einschätzung unterschätzt der Markt weitere Forschungsprojekte, in die die Erfolge aus dem Abnehmsegment einfließen. Zudem bestätige die aktuelle Branchenanalyse zur Rendite auf Forschungsinvestitionen, dass Eli Lilly für 2026 an der Spitze der Pharmabranche liegen dürfte.

An der NYSE reagierte die Aktie mit einem moderaten Plus von 0,89 Prozent auf 1.148,06 US-Dollar. Zwischen aktuellem Kurs und dem neuen Berenberg-Ziel liegt damit noch deutlich Luft nach oben.

Hohe Erwartungen, hoher Druck

Die Anlegererwartungen an eine weitere Führungsrolle im schnell wachsenden Abnehmmarkt sind nach Einschätzung Holfords zweifellos hoch. Genau darin liegt die eigentliche Herausforderung für Eli Lilly: Der Konzern muss nicht nur wachsen, sondern die eigenen Rekorde regelmäßig überbieten, um die Börse zu überzeugen.

Für die Konzernziele 2026 sieht Berenberg noch Spielraum nach oben. Ob Eli Lilly diesen Spielraum mit Foundayo und der weiteren Pipeline tatsächlich ausschöpft, dürfte sich in den kommenden Quartalsberichten zeigen.

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