Eli Lilly hat im dritten Quartal die Latte der Analysten klar gerissen und die Jahresprognose zum zweiten Mal angehoben. Der Treiber bleibt derselbe: die Nachfrage nach den Abnehmspritzen und Diabetesmitteln des Konzerns.
Umsatz wächst um fast 39 Prozent
Die Erlöse stiegen auf 24,4 Milliarden Dollar, nach 17,6 Milliarden im Vorjahresquartal. Analysten hatten im Schnitt nur mit 22,6 Milliarden Dollar gerechnet. Die Bruttomarge lag bei 84,4 Prozent.
Allein die Tirzepatid-Präparate Mounjaro (Diabetes) und Zepbound (Adipositas) steuerten gut 16 Milliarden Dollar bei. Damit wächst Lilly in diesem Segment deutlich schneller als der dänische Konkurrent Novo Nordisk, der seinen früheren Vorsprung eingebüßt hat.
Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 6,45 Milliarden Dollar, nach 5,58 Milliarden im Vorjahr. Je Aktie waren das 7,22 Dollar. Bereinigt um Sondereffekte verdiente Lilly 7,48 Dollar je Anteilsschein, ein Plus von rund sieben Prozent. Der Gewinn wuchs also spürbar langsamer als der Umsatz.
Prognose hebt ab, Gewinnziel rutscht leicht
Für 2026 peilt der Konzern nun Erlöse von 91 bis 92 Milliarden Dollar an. Bisher standen 85 bis 87 Milliarden im Plan, und auch die Markterwartung von 88,9 Milliarden liegt klar darunter.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie sieht das Bild etwas anders aus. Die neue Spanne beträgt 35,00 bis 36,00 Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen 35,50 bis 36,50 Dollar in Aussicht gestellt, die Mitte der Spanne sinkt damit um 50 Cent. Die Zahl dürfte bei Anlegern für Gesprächsstoff sorgen, denn sie deutet auf steigende Kosten hin, die das Umsatzplus teilweise aufzehren. Konkrete Gründe nannte der Konzern in den vorliegenden Angaben nicht.
Rekordhoch im Billionen-Club
Die Börse stört das kaum. Vorbörslich legte die Aktie auf ein neues Rekordhoch zu. Schon am Vortag schloss Lilly mit einem Börsenwert von 1,15 Billionen Dollar und festigt damit seinen Platz unter den Billionen-Konzernen der Wall Street.
Der nächste Maßstab ist das Schlussquartal. Mit der angehobenen Spanne von 91 bis 92 Milliarden Dollar ist das Umsatzziel für 2026 abgesteckt, und Lilly muss beweisen, dass der Gewinn je Aktie die erwartete Marke von 35 bis 36 Dollar erreicht.
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