Eli Lilly sortiert in der Onkologie-Pipeline aus. Gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Foghorn Therapeutics entschied der US-Pharmakonzern gestern, das gemeinsame Wirkstoffprogramm FHD-909 nach der Auswertung von Phase-1-Dosis-Eskalationsdaten nicht in die klinische Expansionsphase zu überführen.
An der Börse zeigte sich das Papier davon unbeeindruckt: Der Schlusskurs lag gestern bei 1.023,40 Euro, was einem leichten Rückgang von 0,04 Prozent entsprach.
Selektion und neue Allianzen in der Entwicklung
Der Verzicht auf die weitere klinische Entwicklung von FHD-909 markiert eine gezielte Bereinigung der frühen Forschungspipeline. Für forschende Pharmaunternehmen gehören solche Selektionsentscheidungen nach ersten Erprobungen zur Routine, um Ressourcen vorrangig auf Wirkstoffkandidaten mit höherer Erfolgswahrscheinlichkeit auszurichten.
In der Onkologie verbuchte der Konzern zuletzt dennoch regulatorische Fortschritte. Die US-Zulassungsbehörde FDA erteilte am 18. September die vollständige Zulassung für die Kombination aus Inluriyo und Verzenio zur Behandlung bestimmter Formen von fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs.
Parallel dazu treibt das Unternehmen neue externe Partnerschaften voran. Am 24. September vereinbarte Lilly eine Forschungs- und Lizenzkooperation mit InnoCare Pharma zur Entwicklung neuer Wirkstoffe. InnoCare sicherte sich dabei einen Anspruch auf bis zu 100 Millionen $ an Vorab- und kurzfristigen Zahlungen sowie potenzielle Meilensteinzahlungen von rund 3,25 Milliarden $.
Analystenlob und Ausblick auf das dritte Quartal
Trotz punktueller Rückschläge in einzelnen Entwicklungslinien bewerten Experten die Gesamtlage des Konzerns unverändert positiv. Die US-Bank JPMorgan hob am 28. September ihr Kursziel für Eli Lilly von 1.400 $ auf 1.500 $ an und bestätigte ihre Einstufung mit „Overweight“. Die Analysten begründeten ihre Zuversicht mit der anhaltenden Stärke der Inkretin-Präparate im US-Geschäft sowie auf den internationalen Märkten.
Mit einem Zuwachs von 12 Prozent seit Jahresanfang spiegelt sich dieses Vertrauen auch in der bisherigen Jahresperformance wider. Detaillierte Einblicke in den Geschäftsverlauf und die Dynamik der wichtigsten Umsatzträger erhalten Anleger in wenigen Wochen: Eli Lilly hat die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 für den 29. Oktober angekündigt.
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