Eli Lilly setzt neue Maßstäbe im Markt für Abnehmmedikamente. Die Phase-3-Daten für den Wirkstoff Retatrutid zeigen Gewichtsverluste, die bisher nur durch chirurgische Eingriffe möglich schienen. Damit festigt der US-Pharmariese seine Vormachtstellung gegenüber der Konkurrenz.
Ergebnisse auf Chirurgie-Niveau
In der TRIUMPH-1-Studie erreichte Retatrutid bei der höchsten Dosierung einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 28,3 Prozent. Über einen Zeitraum von 104 Wochen verloren Teilnehmer sogar bis zu 30,3 Prozent ihres Körpergewichts. Fast die Hälfte der Probanden reduzierte ihr Gewicht um mindestens ein Drittel.
Der Wirkstoff greift an drei Hormonrezeptoren an: GIP, GLP-1 und Glucagon. Neben der reinen Gewichtsabnahme verbesserten sich bei den Patienten auch Blutdruck und Cholesterinwerte deutlich. Allerdings traten gastrointestinale Nebenwirkungen auf. Übelkeit betraf rund 42 Prozent der Teilnehmer.
Dominanz im Wachstumsmarkt
Retatrutid setzt neue Maßstäbe gegenüber Zepbound oder Wegovy. Während bisherige Mittel oft bei 20 Prozent Gewichtsverlust stagnierten, stößt Lilly nun in neue Dimensionen vor. Analysten von JPMorgan schätzen, dass der US-Markt für diese Medikamente bis 2030 auf 25 Millionen Nutzer anwachsen wird.
Lilly kontrolliert derzeit über 60 Prozent dieses Marktes. Die Investmentbank Barclays sieht das Kursziel für die Aktie bei 1.400 US-Dollar. Weitere Häuser ziehen nach. Goldman Sachs und Jefferies hoben ihre Ziele zuletzt auf 1.283 beziehungsweise 1.330 US-Dollar an.
An der Börse kommt die Dynamik an. Die Aktie legte zuletzt auf 919,70 Euro zu. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier ein Plus von rund 45 Prozent. Damit notiert der Titel nur knapp unter seinem Rekordhoch vom November 2025.
Am 28. Mai 2026 wird das Management weitere Details zur Strategie präsentieren. Forschungschef Daniel Skovronsky nimmt dann an einer Fachkonferenz teil. Anleger achten dort besonders auf Informationen zur Kombination von Injektionen und oralen Präparaten.
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