Eli Lilly Aktie: Guggenheim sieht 1.284 Dollar

Symbolbild, KI-generiert

Guggenheim erhöht das Eli-Lilly-Kursziel und sieht weiteres Wachstum bei Tirzepatid sowie Foundayo trotz politischem Preisdruck.

Auf einen Blick:
  • Guggenheim bestätigt Kaufempfehlung für Eli Lilly
  • Zepbound kehrt in CVS-Formularliste zurück
  • Foundayo-Schätzungen für 2027 und 2028 steigen
  • Medicaid-Pläne könnten Margeneffekt begrenzen

Guggenheim traut Eli Lilly noch mehr zu. Die Analysten heben ihr Kursziel von 1.273 auf 1.284 Dollar an und bleiben bei „Buy“. Aktuell notiert die Aktie bei rund 1.152 Dollar — ein Plus von 52 Prozent binnen eines Jahres.

Grund für die Anhebung ist vor allem das Diabetes- und Abnehmmittel-Geschäft. Die Wiederaufnahme von Zepbound in die CVS-Formularliste ab dem 1. Oktober dürfte dem Verkauf neuen Schub geben. Guggenheim rechnet trotz sinkender Durchschnittspreise bis Ende 2028 mit anhaltendem Wachstum bei Mounjaro und Zepbound, dem Tirzepatid-Duo, das für Eli Lilly zum zentralen Umsatztreiber geworden ist.

Foundayo übertrifft Erwartungen

Auch beim Diabetes-Präparat Foundayo zeigt sich Guggenheim optimistischer. Die Umsatzschätzungen für 2027 und 2028 steigen deutlich — von 1,2 auf 1,8 Milliarden Dollar beziehungsweise von 2,4 auf 3,7 Milliarden Dollar. Grundlage sind frühe, aber sich verbessernde Verkaufszahlen nach dem Marktstart.

Für 2026 insgesamt erwartet Guggenheim einen Konzernumsatz von 89,2 Milliarden Dollar — mehr als die eigene Prognose des Unternehmens von 85 bis 87 Milliarden Dollar und auch mehr als der Marktkonsens von 88,3 Milliarden Dollar. Auf der EASD-Konferenz wollen die Analysten mehr über die Kombinationstherapien von Retatrutid und Eloralintid mit Tirzepatid erfahren.

Politischer Druck bleibt Thema

Parallel dazu rückt die Preispolitik in Washington wieder in den Fokus. Die US-Regierung plant, eine Meistbegünstigungsklausel für bestimmte Medikamente in allen 50 Bundesstaaten auf die Medicaid-Programme auszuweiten. Eli Lilly gehört zu den 17 großen Pharmakonzernen, die bereits im vergangenen Jahr entsprechende Preisvereinbarungen mit der US-Regierung unterzeichnet haben.

Medicaid-Patienten zahlen ohnehin schon wenig aus eigener Tasche für verschreibungspflichtige Medikamente, die Neuregelung dürfte den Effekt auf die Konzernmargen daher überschaubar halten. Für Eli Lilly bleibt die Wachstumsstory rund um Tirzepatid und Foundayo damit der entscheidende Kurstreiber — losgelöst von der politischen Debatte um Arzneimittelpreise.

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