Es war wohl nicht der Start, den Eli Lilly sich vorgestellt hatte. Bloomberg berichtete, dass die wöchentlichen Verschreibungszahlen für Lillys Gewichtsreduktionstherapien Foundayo und Zepbound hinter denen von Novo Nordisks Wegovy zurückblieben, basierend auf IQVIA-Daten, die von Analysten ausgewertet wurden. Die Aktie reagierte im vorbörslichen Handel mit Abschlägen.
Zepbound verliert, Wegovy gewinnt
Für die Woche bis zum 17. April fiel die Gesamtzahl der Verschreibungen für Zepbound um rund 2 Prozent gegenüber der Vorwoche. Wegovy-Injektionen von Novo Nordisk legten im selben Zeitraum um 7 Prozent zu. Carter Gould von Cantor fasste es so zusammen: „Wir sehen ein verlangsamtes Wachstum bei den Gesamtverschreibungen im injizierbaren Segment über Diabetes und Fettleibigkeit hinweg, wobei das injizierbare Wegovy mit plus 7 Prozent wöchentlich auffällig zulegte.“
Das ist schon unangenehm genug. Doch der eigentliche Knackpunkt kommt erst.
Eli Lilly & Co Aktie Chart
3.707 gegen 18.410
Foundayo, Lillys neu eingeführte orale Abnehmtherapie, kam in seiner ersten vollen Marktwoche auf 3.707 Verschreibungen. Zum Vergleich: Die Wegovy-Pille von Novo erreichte beim eigenen Launch im Januar rund 18.410 Verschreibungen in Woche eins.
Srikripa Devarakonda von Truist hütete sich zwar, aus einer einzigen Datenwoche weitreichende Schlüsse zu ziehen. Dennoch ließ die Analystin keinen Zweifel daran, was die Zahlen für den Kurs bedeuten: „Wir erkennen, dass Investoren die Zahlen genau beobachten werden, und glauben, dass Foundayo-Verschreibungen, die nur 20 Prozent dessen erreichen, was die orale Wegovy in ihrer ersten vollen Woche erzielt hat, die Aktie heute belasten könnten.“
Nur eine Woche, aber was für eine
Natürlich, eine Woche ist keine Trendaussage. Launches verlaufen selten linear, Verfügbarkeit, Erstattung und Arztgewohnheiten spielen alle eine Rolle. Aber 20 Prozent des Konkurrenzwerts ist halt eine Zahl, die sich nicht wegdiskutieren lässt. Und der Markt diskutiert sie gerade auch gar nicht weg.
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