Eli Lilly kauft. Und kauft. Und kauft. Seit Jahresbeginn hat der Pharmakonzern aus Indianapolis vier Übernahmen abgeschlossen, und die neueste ist nicht die kleinste: Für bis zu 2,3 Milliarden Dollar sichert sich Lilly das Biotech-Unternehmen Ajax Therapeutics, das an einer neuen Generation von Blutkrebsmitteln arbeitet.
Was Ajax eigentlich macht
Im Mittelpunkt steht ein Wirkstoff namens AJ1-11095, ein sogenannter Typ-II-JAK2-Inhibitor, der sich von den bereits zugelassenen Mitteln dieser Klasse grundlegend unterscheidet. Die bisherigen Präparate, allesamt Typ-I-Inhibitoren, helfen vielen Patienten mit Myelofibrose zunächst gut, doch ein Teil verliert mit der Zeit die Wirkung oder entwickelt Resistenzen. Ajax hat seinen Kandidaten genau für diese Gruppe entwickelt: Patienten, bei denen die vorhandenen Mittel nicht mehr greifen. Klinische Proof-of-Concept-Daten sollen noch in diesem Jahr folgen.
Lilly ist kein Neuling bei Ajax. Schon 2024 beteiligte sich der Konzern an einer Finanzierungsrunde über 95 Millionen Dollar. Dass man nun vollständig übernimmt, ist also kein spontaner Entschluss.
Der Preis hat einen Haken
Die 2,3 Milliarden Dollar sind eine Obergrenze. Wie viel Lilly tatsächlich vorab überweist, hat das Unternehmen nicht kommuniziert. Der Rest hängt an klinischen und regulatorischen Meilensteinen, die AJ1-11095 erst noch erreichen muss. Phase 1 läuft, Phase 3 ist weit weg.
Vier Deals in kurzer Zeit
Lilly kauft sich mit den Gewinnen aus dem Abnehmmittel-Boom systematisch in neue Therapiegebiete ein. Vergangene Woche war es Kelonia Therapeutics für bis zu 7 Milliarden Dollar. Davor Centessa Pharmaceuticals für zunächst 6,3 Milliarden, Orna Therapeutics für bis zu 2,4 Milliarden und Ventyx Biosciences für rund 1,2 Milliarden. Ajax ist Nummer vier in diesem Jahr, und das Jahr ist noch jung.
Jacob Van Naarden, Präsident von Lilly Oncology, sagte, man freue sich darauf, AJ1-11095 zügig in zulassungsrelevante Studien zu bringen und Patienten sowie Hämatologen eine neue Behandlungsoption zu liefern. Schön gesagt. Ob der Wirkstoff hält, was die Übernahme kostet, weiß man frühestens Ende 2026.
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