Die Aktie von Eli Lilly verzeichnete am Freitag im vorbörslichen Handel einen Anstieg um knapp 2 Prozent. Der Pharmakonzern aus Indiana hatte für das dritte Quartal 2026 Ergebnisse vorgelegt, die die Erwartungen der Analysten deutlich übertrafen. Getrieben wurde das Wachstum vor allem durch die anhaltend starke Nachfrage nach den Blockbuster-Medikamenten Mounjaro und Zepbound.
Das Unternehmen meldete einen bereinigten Gewinn je Aktie von 7,48 Dollar, was einem Plus von 7 Prozent entspricht und die Schätzungen um 0,87 Dollar übertraf. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 38,6 Prozent auf 24,4 Milliarden Dollar und lag damit 1,78 Milliarden Dollar über den Konsenserwartungen. Allerdings enthielten die Ergebnisse auch rund 900 Millionen Dollar an einmaligen Vorteilen, darunter 410 Millionen Dollar aus Meilensteinzahlungen für Jardiance sowie günstige Anpassungen bei Rabatten und Rückvergütungen.
Mounjaro und Zepbound übertreffen Prognosen deutlich
Die weltweiten Verkäufe von Mounjaro, dem Diabetesmedikament von Eli Lilly, stiegen um 65 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar. Das Abnehmmedikament Zepbound generierte im dritten Quartal 5,35 Milliarden Dollar Umsatz. Beide Präparate übertrafen die Analystenerwartungen und bestätigen die Position des Konzerns im wachsenden Markt für GLP-1-Medikamente.
Weniger überzeugend fiel hingegen der Start von Foundayo aus, der einmal täglich einzunehmenden Abnehmpille von Eli Lilly. Das Medikament erzielte lediglich 184 Millionen Dollar Umsatz, während Analysten mit 231,2 Millionen Dollar gerechnet hatten. Foundayo steht in direkter Konkurrenz zu Wegovy von Novo Nordisk, das bereits früher in diesem Jahr auf den Markt kam. Edmund Ingham, Leiter der Investing Group für Haggerston BioHealth, kommentierte: „Analysten hatten erwartet, dass die Umsätze im dritten Quartal hinter denen des zweiten Quartals zurückbleiben würden, doch stattdessen lieferte Lilly einen umfassenden Beat und hob die Jahresprognose um beachtliche 5,5 Milliarden Dollar an.“
Jahresprognose steigt um 5,5 Milliarden Dollar
Eli Lilly erhöhte die Mitte seiner Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 um 5,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen erwartet nun Erlöse zwischen 91 und 92 Milliarden Dollar, verglichen mit der bisherigen Spanne von 85 bis 87 Milliarden Dollar. Die Konsensprognose der Analysten lag bei 88,74 Milliarden Dollar. Auch die bereinigte Gewinnprognose je Aktie wurde um 4,07 Dollar angehoben.
Allerdings belasteten Abschreibungen für erworbene Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Höhe von 4,57 Dollar je Aktie die Bilanz. Diese resultierten aus Unternehmenskäufen im dritten Quartal und führten dazu, dass die aktualisierte Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie nun bei 35 bis 36 Dollar liegt – leicht unter der vorherigen Spanne, aber über dem Konsens von 34,46 Dollar.
Während Eli Lilly seine Dynamik fortsetzt, notierte die Aktie des Wettbewerbers Novo Nordisk im vorbörslichen Handel leicht schwächer. Die Börsen feiern Eli Lilly also weiter. Doch Vorsicht: Die Aktie ist um ein Vielfaches teurer als die Novo Nordisk. Spannend ist daher aus Anlegersicht eher die Novo Nordisk.
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