Eli Lilly meldet für das erste Quartal 2026 Rekordzahlen. Der Umsatz sprang um 56 Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar. Treiber sind die Incretin-Präparate Mounjaro und Suven mit 12,8 Milliarden Dollar.
Auf dieser Basis hebt der Konzern die Jahresprognose an. Der Umsatz soll 82 bis 85 Milliarden Dollar erreichen. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird auf 35,50 bis 37,00 Dollar taxiert.
Regulatorische Baustellen
Die Erfolgsmeldungen haben einen Schatten. Der Supreme Court lehnte eine Berufung von Lilly in einem Medicaid-Rabattfall ab. Ein Urteil von rund 194 Millionen Dollar bleibt bestehen. Es geht um die Berechnung von Rückerstattungen.
Parallel dazu drängen Bundesstaaten auf Änderungen. Louisiana will per Gesetz die Medicaid-Kosten für GLP-1-Präparate übernehmen – auch für Patienten ohne Begleiterkrankungen. Der Gesundheitsausschuss stimmte einstimmig zu. Tritt das Gesetz in Kraft, erweitert es den Kundenkreis ab Anfang 2027.
Maryland geht den umgekehrten Weg. Das Prescription Drug Affordability Board plant Obergrenzen für Diabetes-Medikamente, darunter Semaglutid. Die Behörde will die öffentlichen Ausgaben für teure Stoffwechseltherapien begrenzen.
Wettbewerb und Marktdynamik
Lilly setzt auf neue Produkte. Im April startete der Konzern Foundayo, einen oralen GLP-1-Wirkstoff. Patienten verloren in Studien 12 Prozent ihres Gewichts über 72 Wochen. Ein Wert, mit dem Lilly gegen Wettbewerber wie Novo Nordisk bestehen will.
Hinzu kommt generische Konkurrenz. In Indien stieg der Diabetes-Markt im Jahresvergleich um 30 Prozent. Grund: Nach Patentabläufen kommen günstigere Nachahmerprodukte auf den Markt. Lilly muss Preisdisziplin wahren und regulatorischen Druck managen.
Die Aktie notiert heute bei 879,20 Euro, ein Plus von 0,83 Prozent. Seit Jahresbeginn verliert sie 4,63 Prozent. Damit notiert sie 8,37 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Bis zur nächsten Quartalsmitteilung im Juli werden die Entwicklungen in Louisiana und Maryland im Fokus bleiben.
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