Der größte Leveraged Buyout aller Zeiten kommt ins Stocken. Die Banken rund um JPMorgan Chase verschieben den Start des Schuldenverkaufs für die 55-Milliarden-Dollar-Übernahme von Electronic Arts um rund eine Woche. Ursprünglich sollte es am 9. März losgehen, jetzt wird es wohl erst Mitte des Monats soweit sein. Der Grund ist simpel: Die Märkte spielen nicht mit.
Die Zahlen des Deals sind gigantisch. Insgesamt wollen die Banken 10,5 Milliarden Dollar in den USA und 4 Milliarden Euro in Europa platzieren. Jeweils zur Hälfte aufgeteilt zwischen Krediten und Hochzinsanleihen. Große Investoren haben bereits Zusagen über jeweils 500 Millionen Dollar gemacht. Doch die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben die Aktienmärkte unter Druck gesetzt und die Risikoaufschläge nach oben getrieben.
Die Banken haben ein Problem
Für JPMorgan und die rund 20 weiteren beteiligten Banken wird es jetzt eng. Sie haben die Finanzierung Ende letzten Jahres zu Top-Konditionen zugesagt. Seitdem haben sich die Marktspreads jedoch um etwa 50 Basispunkte ausgeweitet. Zwar haben die Banker Preisanpassungsklauseln eingebaut, doch die Margen schrumpfen spürbar. Bank of America, Citigroup, Morgan Stanley und Barclays sitzen mit im Boot und hoffen auf saftige Gebühren.
Der Deal zwischen Silver Lake, dem saudi-arabischen Staatsfonds PIF und Affinity Partners soll zwischen April und Juni abgeschlossen werden. Electronic Arts mit seinen Blockbuster-Titeln wie Battlefield und EA Sports FC gilt als Wendepunkt für große Private-Equity-Deals. Doch ob die Banken die massiven Schuldenpakete wirklich platziert bekommen, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Die Investoren beobachten genau, wie sich die Lage entwickelt.
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