Electro Optic Systems Holdings hat sich zwei neue Rüstungsaufträge aus dem Nahen Osten gesichert. Das Gesamtvolumen liegt bei umgerechnet knapp 38 Millionen australischen Dollar. Entscheidender als die Summe ist die Richtung: Der australische Rüstungskonzern erschließt sich mit dem Deal das Marinegeschäft.
Kriegsschiffe als neues Standbein
Der größere der beiden Aufträge hat ein Volumen von 23 Millionen Dollar. Ein neuer Kunde, eine teilstaatliche Werft aus dem Mittleren Osten, bestellt die fernbedienbaren Waffenstationen R400 für seine Patrouillenboote. Die Lieferung erstreckt sich über sieben Jahre.
Parallel dazu erhält das Unternehmen einen 15 Millionen Dollar schweren Auftrag für ein KI-gesteuertes Drohnen-Abwehrsystem. Entwickelt wurde es von MARSS, einer Tochter von EOS. Den Zuschlag gab ein bestehender Kunde – die Lieferung ist für 2026 und 2027 vorgesehen.
Wachsender Auftragsbestand
Mit den neuen Aufträgen steigt der Gesamtauftragsbestand auf rund 764 Millionen Dollar. Marktbeobachter sehen in den Marine-Aufträgen einen wichtigen Schritt: Bislang war EOS vor allem im Landgeschäft aktiv. Die Drohnenabwehr wiederum zeigt, dass bestehende Kunden das System nun breiter einsetzen.
An der Börse kommt die Nachricht verhalten an. Die Aktie notiert am Donnerstag bei 5,77 Euro – der 30-Tage-Trend zeigt minus 22,8 Prozent. Der RSI liegt mit 47,5 Punkten im neutralen Bereich. Ein Grund für die Zurückhaltung: die hohe Volatilität von über 91 Prozent annualisiert.
Die jüngsten Kennzahlen geben aber auch Anlass zu Optimismus. Die Leerverkäufe sind im Juni um 40 Prozent gesunken. Mit einem Börsenwert von rund 2,1 Milliarden Dollar schaffte EOS zudem den Aufstieg in den S&P/ASX 200. Der Auftragsbestand ist das eigentliche Pfund – er entspricht mehr als dem sechsfachen des zuletzt gemeldeten Jahresumsatzes von 115,8 Millionen Dollar.
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