Electro Optic Systems (EOS) steht vor einem Paradoxon. Die Auftragsbücher füllen sich rasant, während der Aktienkurs massiv unter Druck steht. Anleger blicken auf eine ambivalente Bilanz zwischen operativem Erfolg und finanziellen Verlusten.
Der Rüstungskonzern steigerte seinen festen Auftragsbestand bis Ende 2025 auf rund 459 Millionen australische Dollar. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 136 Millionen Dollar. Allein 18 neue Verträge brachten ein Volumen von 424 Millionen Dollar ein.
Laserwaffen und Drohnenabwehr treiben Wachstum
Ein wichtiger Baustein ist ein Exportauftrag für Laserwaffen aus Europa über 71,4 Millionen Euro. In Nahost sicherte sich EOS weitere Aufträge für Schiffsbewaffnung und Drohnenabwehr. Diese Verträge laufen über mehrere Jahre und folgen den Zeitplänen für den Schiffsbau.
Hinzu kommen strategische Projekte wie ein Zentrum für Künstliche Intelligenz in Frankreich. Ein Joint Venture im Nahen Osten soll parallel dazu die Marktposition bei Laserwaffen stärken. Das Unternehmen setzt damit verstärkt auf Diversifizierung.
Hohe Margen treffen auf rote Zahlen
Trotz der vollen Bücher sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2025 auf etwa 128 Millionen australische Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich immerhin auf rund 63 Prozent. Das zeigt eine effizientere Produktion der Hochtechnologie.
EOS verbuchte dennoch einen operativen Verlust von 24,4 Millionen Dollar. Das Kerngeschäft schreibt aktuell rote Zahlen. Die zentrale Herausforderung liegt darin, die enorme Nachfrage in beständige Profitabilität umzumünzen.
Der Aktienkurs spiegelt die Skepsis der Anleger wider. Über die letzten 30 Tage fiel der Wert um rund 31 Prozent. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 30,3 nähert sich der Titel nun dem überverkauften Bereich. Für das Management zählt jetzt die Umsetzung: Die hohen Auftragsbestände müssen zeitnah in Cashflow fließen. Die geplanten Auslieferungen über die nächsten Jahre entscheiden über die künftige Bewertung.
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