Rekord-Auftragsbestand und Gewinnsteigerung
Der Rüstungselektronik-Konzern verzeichnete für das am 30. Juni beendete Quartal einen Umsatzanstieg auf 2,29 Milliarden US-Dollar. Besonders beim Ergebnis konnte Elbit deutlich zulegen: Der bereinigte Nettogewinn stieg auf 199,1 Millionen US-Dollar oder 4,14 US-Dollar je Aktie. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als 125,69 Millionen US-Dollar beziehungsweise 2,69 US-Dollar je Aktie erzielt wurden, stellt dies eine deutliche Verbesserung dar.
Ein zentraler Pfeiler für die künftige Entwicklung ist der prall gefüllte Auftragsbestand. Laut Unternehmensangaben erreichte dieser mit 32 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand. Diese Sicherheit in den Orderbüchern wurde zuletzt durch Großaufträge gestärkt. So sicherte sich eine Tochtergesellschaft am 20. Juli einen Vertrag mit der U.S. Customs and Border Protection über mehr als 370 Millionen US-Dollar.
Dividende und Segmententwicklung
Zusätzlich zu den Geschäftszahlen gab das Management die Quartalsdividende bekannt. Das Unternehmen plant die Ausschüttung von 1,00 US-Dollar je Aktie. Als Record Date für die Dividendenberechtigung wurde der 13. Oktober festgelegt, die Auszahlung soll am 26. Oktober erfolgen. Für das gesamte erste Halbjahr 2026 wies Elbit einen Nettogewinn von 173,63 Millionen US-Dollar aus, was 3,61 US-Dollar je Aktie entspricht.
Trotz der positiven Gesamtzahlen gab es Schwachstellen im Portfolio. Die Sparte Aerospace verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang auf 495 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahr noch 536,8 Millionen US-Dollar erzielt worden waren. Medienberichten zufolge war hierfür primär ein ungünstiger Projektmix verantwortlich. Zudem belasteten rückläufige Umsätze bei Trainingsdienstleistungen auf dem europäischen Markt das Ergebnis des Segments.
Marktreaktion und Analysteneinschätzung
Obwohl die Kernzahlen über den Schätzungen lagen, stand die Aktie zuletzt unter Verkaufsdruck. Innerhalb der vergangenen sieben Tage gab der Wert um 9,0 Prozent nach. Durch die heutige leichte Erholung hält das Papier jedoch einen Abstand von 7,9 Prozent zu seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage. Damit notiert der Kurs weiterhin über diesem langfristigen Trendindikator.
Die Analysten von Morgan Stanley hatten die Aktie am 15. Juli mit der Einstufung Neutral bewertet. Zuletzt hatten Aktionäre zudem die Ergebnisse der Jahreshauptversammlung zur Kenntnis genommen, die am 5. August veröffentlicht wurden. Die Anleger konzentrieren sich nun darauf, wie Elbit den hohen Auftragsbestand in den kommenden Quartalen in profitables Wachstum ummünzen kann.
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