Wer in Europa gerade 1,4 Milliarden Dollar für Militärtechnik ausgibt, sagt das nicht unbedingt laut. Elbit Systems hat den Auftrag jedenfalls bekommen, und der israelische Rüstungskonzern hat ihn am Dienstag gemeldet, ohne den Auftraggeber zu nennen. Nur so viel: europäischer Kunde, fünf Jahre Laufzeit, Modernisierung militärischer Programme über das gesamte Gefechtsfeld.
Manövrierfähigkeit, Überlebensfähigkeit, alles
Was genau modernisiert wird, bleibt vage. Elbit spricht von verbesserter Manövrierfähigkeit und Überlebensfähigkeit, die das gesamte Gefechtsfeld abdecken sollen. Das klingt nach einem Paketvertrag, der so ziemlich alles umfasst, was ein modernes Militär braucht. Für Elbit ist das kein unbekanntes Geschäftsmodell, der Konzern liefert seit Jahren integrierte Systeme, nicht nur einzelne Komponenten.
Elbit Systems Ltd Aktie Chart
Machlis mit dem erwartbaren Satz
CEO Bezhalel Machlis sagte, der Auftrag spiegele „die Breite und Attraktivität des Verteidigungsportfolios von Elbit Systems wider, sowie unsere Fähigkeit, sowohl hochleistungsfähige Systeme der Spitzenklasse als auch umfassende, integrierte Lösungen zu liefern, die auf sich verändernde operative Anforderungen zugeschnitten sind.“ Ein Satz, den man so oder ähnlich nach jedem großen Abschluss liest. Relevant ist er trotzdem, denn er zeigt, wie Elbit sich selbst vermarktet: nicht als Waffenlieferant, sondern als Systemintegrator.
Europa kauft, und zwar nicht wenig
1,4 Milliarden Dollar in fünf Jahren, das sind rund 280 Millionen Dollar pro Jahr aus einem einzigen europäischen Vertrag. In einer Zeit, in der europäische Regierungen ihre Verteidigungsbudgets kräftig aufstocken, ist Elbit offenbar gut positioniert, um davon zu profitieren. Wer der Kunde ist, wird man irgendwann erfahren. Oder auch nicht.
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