EHang nimmt Kurs auf Hongkong. Das Unternehmen testet seine autonomen Flugtaxys künftig in einem speziellen regulatorischen Rahmen der Metropole. Dieser Schritt markiert eine strategische Expansion in der Greater Bay Area.
Testlauf in der Metropole
EHang ist Teil des ersten „Low-Altitude Economy Regulatory Sandbox X“. Gemeinsam mit Kwoon Chung Smart Mobility und Hong Kong Cyberport erprobt der Konzern den Einsatz seiner pilotenlosen Fluggeräte. Das Ziel: Die Validierung von Sicherheitsstandards unter realen Bedingungen.
Das Projekt nutzt die technologische Infrastruktur von Cyberport und das Mobilitätsnetzwerk von Kwoon Chung. So will EHang ein Modell für das Wachstum der regionalen Tiefflug-Ökonomie schaffen.
Schwache Zahlen, hohe Ziele
Die operative Expansion trifft auf ein durchwachsenes Zahlenwerk. Im ersten Quartal 2026 stagnierte der Umsatz bei rund 25,7 Millionen RMB. Das entspricht etwa 3,7 Millionen US-Dollar.
Parallel dazu sank die Zahl der ausgelieferten Fluggeräte auf vier Einheiten. Unterm Strich verbuchte EHang einen Nettoverlust von 126,4 Millionen RMB. Dennoch hält das Management an seinen Zielen fest.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt EHang einen Umsatz von 600 Millionen RMB an. Der Vorstand verweist dabei auf volle Auftragsbücher und wichtige Zertifizierungen der chinesischen Luftfahrtbehörde CAAC. Diese Lizenzen sind die Voraussetzung für die kommerzielle Serienproduktion.
Aktienrückkauf als Signal
Um das Vertrauen der Aktionäre zu stärken, hat der Vorstand ein Rückkaufprogramm beschlossen. EHang will im kommenden Jahr eigene Aktien im Wert von bis zu 30 Millionen US-Dollar erwerben. Finanziert wird die Maßnahme aus den vorhandenen Barreserven.
Analysten bewerten das Papier im Schnitt mit „Hold“. Das mittlere Kursziel liegt bei 11,10 US-Dollar. Anleger blicken nun auf die Fortschritte in Hongkong und eine Branchenkonferenz im August.
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