Politischer Rückenwind trifft auf fallende Kurse. Während der Graphit-Entwickler EcoGraf seine Bindung an europäische Institutionen vertieft, ziehen sich Anleger weiter zurück. Zwischen strategischen Meilensteinen in Brüssel und der harten Realität am Aktienmarkt klafft eine spürbare Lücke.
Auf Wochensicht verlor das Papier knapp neun Prozent und ging am Freitag bei 0,19 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Wert deutlich unter seiner 200-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursabschlag auf über 13 Prozent.
Rückendeckung aus Brüssel
EcoGraf hat ein formelles Kooperationsabkommen mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) geschlossen. Im Zentrum steht technische Hilfe für das geplante Epanko-Projekt in Tansania. Die Unterstützung wird über eine spezielle EU-Fazilität für kritische Rohstoffe finanziert. Ziel ist es, das afrikanische Graphit direkt in die europäische Wertschöpfungskette für Batterieanoden zu integrieren.
Brüssel ermutigte das Management, für Epanko den Status als „Strategisches Projekt“ im Rahmen des europäischen Rohstoffgesetzes zu beantragen. Ein solches Siegel könnte den Zugang zu weiteren privaten und öffentlichen Fördermitteln für den Minenbetrieb und die Weiterverarbeitung erheblich erleichtern.
Die Pläne für den Standort sind ambitioniert. Eine Ausbaustudie skizziert eine schrittweise Kapazitätserweiterung auf bis zu 390.000 Tonnen Naturgraphit pro Jahr.
Parallel dazu plant EcoGraf eine Anlage zur mechanischen Formgebung in der Nähe der Mine. Dort sollen jährlich 20.000 Tonnen des Materials für den Einsatz in Lithium-Ionen-Batterien veredelt werden.
Deutsches Finanzierungsnetzwerk wächst
Neben der EIB-Partnerschaft knüpft das Unternehmen ein deutsches Finanzierungsnetzwerk. Die KfW IPEX-Bank erhielt das Mandat, einen besicherten Kredit über bis zu 105 Millionen US-Dollar zu arrangieren. Die Absicherung soll über staatliche Garantien für ungebundene Finanzkredite erfolgen.
Ergänzend treibt EcoGraf einen Förderantrag bei der DEG Impulse voran, um lokale Gemeindeinitiativen rund um das Epanko-Projekt zu unterstützen. Stimmt die KfW-Tochter zu, könnten diese Mittel ab Juli 2026 fließen.
Das Management bereitet derweil den Boden für eine finale Investitionsentscheidung. Aktuell laufen noch ausstehende Entschädigungszahlungen für die geplante Minenzufahrtsstraße. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist und die Finanzierung steht, sollen die Bauarbeiten in Tansania unmittelbar anlaufen.
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