Der Strahlen- und Medizintechnikspezialist Eckert & Ziegler blickt trotz eines herausfordernden Marktumfelds zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr.
Nachdem das Unternehmen Mitte August seine Halbjahresbilanz vorgelegt hatte, bestätigte das Management nun die Prognosen für das Gesamtjahr 2026. Das Radiopharmaka-Geschäft erwies sich dabei erneut als stabilisierender Faktor für die Ertragslage. An der Börse verlor das Papier am heutigen Montag 1,0 Prozent auf 13,28 Euro.
Radiopharmaka stützen operative Entwicklung
Im ersten Halbjahr 2026 erwirtschaftete die Unternehmensgruppe einen Umsatz von 149,3 Millionen Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) belief sich in diesem Zeitraum auf 33,3 Millionen Euro, während unter dem Strich ein Nettoergebnis von 22,4 Millionen Euro erzielt wurde.
Besonders das Medical-Segment zeigte sich widerstandsfähig: Hier stieg das bereinigte EBIT um knapp 7 Prozent auf 24,9 Millionen Euro an. Wie die Nachrichtenagentur dpa-AFX berichtete, waren es vor allem die Geschäfte mit Radiopharmaka, welche die Bilanz stützten und Rückgänge in anderen Bereichen teilweise kompensieren konnten.
Leichter Umsatzrückgang im zweiten Quartal
Die isolierte Betrachtung des zweiten Quartals zeigt jedoch eine leichte Abschwächung der Dynamik im Vergleich zum Vorjahr. Zwischen April und Juni sank der Umsatz von 80,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nun 76,4 Millionen Euro.
Auch das EBIT vor Sondereinflüssen ging auf 17,4 Millionen Euro zurück, nachdem im entsprechenden Vorjahresquartal noch 19,2 Millionen Euro gemeldet worden waren. Dennoch verbesserte sich das Nettoergebnis in diesem Zeitraum leicht von 11,8 Millionen auf 12,1 Millionen Euro. Das Unternehmen verwies in diesem Zusammenhang auf eine insgesamt robuste operative Entwicklung im Kerngeschäft.
Analysten sehen attraktives Bewertungsniveau
Die Analysten von Berenberg bekräftigten am vergangenen Mittwoch ihre Kaufempfehlung für den Wert. Analyst Christian Ehmann hält an einem Kursziel von 23 Euro fest. Auch das Analysehaus NuWays kommentierte die Entwicklung des Unternehmens positiv.
Trotz eines Markteindrucks, dass der Konsens im ersten Halbjahr knapp verfehlt wurde, bezeichneten die Experten das zugrunde liegende Geschäft als solide und die aktuelle Bewertung als attraktiv. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 13 Prozent an Wert eingebüßt.
Ausblick auf das Gesamtjahr 2026
Für das verbleibende Geschäftsjahr rechnet Eckert & Ziegler weiterhin mit einem Umsatzvolumen von rund 320 Millionen Euro. Beim bereinigten EBIT peilt das Management eine Zielmarke von rund 80 Millionen Euro an. Diese Prognose wurde ursprünglich bereits im März veröffentlicht und nun nach Vorlage der Sechsmonatszahlen erneut bestätigt.
Investoren richten ihr Augenmerk nun darauf, ob die Wachstumsdynamik im Bereich der Radiopharmaka in der zweiten Jahreshälfte ausreicht, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Zudem bleibt die Entwicklung der operativen Margen in einem volatilen Marktumfeld ein zentraler Faktor für die weitere Kursentwicklung.
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