easyJet Aktie: Apollo bietet 715 Pence, Castlelake verdrängt

Der US-Investor Apollo bietet 715 Pence pro Aktie und löst damit einen Kurssprung von 12 Prozent aus. Das Management unterstützt nun die neue Offerte.

Auf einen Blick:
  • Apollo bietet 715 Pence pro Aktie
  • Kurs steigt um 12 Prozent
  • Management wechselt die Seiten
  • Castlelake hat bis August Zeit

Ein Bietergefecht um easyJet treibt den Kurs der britischen Airline massiv nach oben. Der Vorstand hat am Freitag offiziell das Lager gewechselt. Nun favorisiert das Management ein deutlich höheres Angebot des US-Finanzriesen Apollo Global Management.

Apollo bietet 715 Pence pro Aktie in bar. Damit wird easyJet mit rund 5,7 Milliarden Pfund bewertet. Der Investor stach damit die Konkurrenten von Castlelake aus, die zuvor lediglich 690 Pence geboten hatten.

Der Aufschlag ist beachtlich. Das neue Angebot liegt rund 81 Prozent über dem Kurs von Ende Mai. Apollo bietet Großaktionären zudem eine Beteiligung am künftig nicht mehr börsennotierten Unternehmen an.

Kurssprung treibt Aktie an Rekordmarken

An der Börse sorgte die Nachricht für Euphorie. Die Aktie schoss am Freitag um 12 Prozent auf 7,80 Euro nach oben. Innerhalb einer Woche summiert sich das Plus auf gut 20 Prozent.

Parallel zum Kursanstieg wächst die technische Überhitzung. Der Relative-Stärke-Index (RSI) kletterte auf 83,8 Punkte. Damit gilt das Papier als überkauft. Das aktuelle Niveau liegt nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 7,96 Euro.

Besonders das Reisegeschäft easyJet Holidays gilt als Renditetreiber. Für die US-Käufer ist die Übernahme jedoch regulatorisch heikel. Sie müssen sicherstellen, dass die Fluggesellschaft weiterhin mehrheitlich in EU-Hand bleibt. Nur so behält easyJet seine wichtigen Flugrechte innerhalb Europas.

Operative Verluste belasten die Bilanz

Der operative Druck auf das Unternehmen wächst derweil. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Vorsteuerverlust auf 552 Millionen Pfund. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus noch bei 394 Millionen Pfund. Gründer Stelios Haji-Ioannou hält weiterhin 15 Prozent der Anteile.

Nun beginnt das Finale der Übernahmeschlacht. Castlelake hat bis zum 3. August Zeit für ein Gegenangebot. Apollo muss seine Offerte bis zum 7. August formalisieren. Marktbeobachter halten den Einstieg eines dritten Bieters für möglich.

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