E.ON gelingt Meilenstein bei smarten Messsystemen: Als erstes Energieunternehmen im Land hat der deutsche Konzern demnach eine Million Smart Meter installiert.
Der einmillionste Zähler wurde von der regionalen Netztochter LEW Verteilnetz nahe Augsburg verbaut – ein symbolträchtiger Schritt, denn E.ON liegt mit einer Ausstattungsquote von rund 30 % bis Ende 2025 deutlich vor dem Pflichtrollout und setzt damit den Branchenmaßstab. Fast jeder zweite Smart Meter in Deutschland befindet sich inzwischen in einem E.ON‑Netzgebiet, obwohl der Konzern nur ein Viertel aller Messstellen verantwortet.
E.ON-Aktie: Konzern betont schwieriges Umfeld für Smart Meter in Deutschland
Vorstand Thomas König betont, dass E.ON trotz „schwieriger regulatorischer, technischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen“ liefere und den Rollout weiter beschleunigen werde – vor allem dort, wo Smart Meter den größten Nutzen stiften: bei Wärmepumpen, Wallboxen, Batteriespeichern und PV‑Anlagen.
Gleichzeitig zeigt die Meldung, wie groß der Rückstand Deutschlands im europäischen Vergleich ist. Mit einem Anteil von nur 3,8 % intelligenter Messsysteme liegt die Bundesrepublik weit hinter dem EU‑Durchschnitt von über 60 %. Länder wie Schweden, wo E.ON ebenfalls aktiv ist, haben die zweite Smart‑Meter‑Generation bereits nahezu flächendeckend ausgerollt.
Für E.ON ist der Meilenstein daher mehr als ein PR‑Erfolg: Er unterstreicht die Rolle des Konzerns als Treiber der Netzdigitalisierung – und den dringenden politischen Handlungsbedarf, um den Rollout bundesweit zu vereinfachen und zu beschleunigen.
E.ON-Aktie: Warum Smart Meter so wichtig sind
Zur Einordnung: Smart Meter sind digitale Stromzähler, die den Energieverbrauch in Echtzeit erfassen und automatisch an den Netzbetreiber übermitteln – ohne manuelles Ablesen. Sie ermöglichen dadurch dynamische Tarife, netzdienliche Steuerung (z. B. für Wärmepumpen, Wallboxen, PV‑Anlagen) und bilden die technische Grundlage für ein intelligentes, flexibles Stromnetz.
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