E.ON treibt den Umbau der Energieinfrastruktur mit frischem Kapital voran. Der Konzern hat am Mittwoch eine grüne Anleihe über 1,3 Milliarden Euro erfolgreich am Markt platziert. Damit übertrifft das Unternehmen seine eigenen Ziele für nachhaltige Finanzierungen deutlich.
Fokus auf nachhaltige Projekte
Die Emission besteht aus zwei Tranchen zu jeweils 650 Millionen Euro. Für die Papiere mit Laufzeit bis 2031 zahlt E.ON einen Kupon von 3,475 Prozent.
Die längere Tranche bis 2036 ist mit 4,053 Prozent verzinst. Das Finanzierungsvolumen seit Jahresbeginn summiert sich damit auf 4,3 Milliarden Euro. Über 70 Prozent davon entfallen auf grüne Instrumente. Das Management übertrifft damit die ursprüngliche Zielmarke von 50 Prozent.
Strategie für das Stromnetz
E.ON investiert die Mittel in Projekte, die den strengen EU-Taxonomie-Vorgaben entsprechen. Im Zentrum steht die Modernisierung der Stromnetze. Dieser Bereich gilt als entscheidender Wachstumstreiber für die kommenden Jahre.
Die Ratingagenturen S&P und Fitch bestätigten zuletzt die Bewertung von BBB+ mit stabilem Ausblick. Die Nettoverschuldung des Konzerns liegt derweil bei rund 46 Milliarden Euro. Das stabile Rating sichert dem Versorger weiterhin günstigen Zugang zum Kapitalmarkt.
Kursentwicklung und Marktumfeld
An der Börse reagierten Anleger zuletzt verhalten auf den Sektor. Die E.ON-Aktie ging am Mittwoch mit 18,39 Euro aus dem Handel. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Kursplus von knapp zwölf Prozent zu Buche.
Aktuell notiert das Papier etwa neun Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom März. Der hohe Investitionsbedarf für die Energiewende bestimmt weiterhin das Bild bei europäischen Versorgern. E.ON festigt mit der neuen Anleihe seine finanzielle Basis für diese langfristige Aufgabe.
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